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10.05.2012

14:13 Uhr

Faserhersteller

Lenzing trotzt der „schlechten Stimmung“

Der Textilfaserhersteller Lenzing muss zwar einen Gewinnrückgang hinnehmen, hält aber an seiner Prognose für 2012 fest. Denn im Moment werde „überall nur schlechte Stimmung verbreitet“, so Firmenchef Untersperger.

Ein Faserbad einer Produktionsstraße (Symbolbild): Lenzing hält an seiner Prognose fest. dpa

Ein Faserbad einer Produktionsstraße (Symbolbild): Lenzing hält an seiner Prognose fest.

WienDer österreichische Textilfaserhersteller Lenzing hält trotz eines Gewinnrückgangs zu Jahresbeginn an seiner Prognose für 2012 fest. In der zweiten Jahreshälfte würden sich die Preise für Baumwolle und Viskose nach dem Rückgang im vergangenen halben Jahr voraussichtlich wieder erhöhen, sagte Firmenchef Peter Untersperger am Donnerstag. „In dem Sinne bin ich zuversichtlich. Wir haben kein Mengenproblem, wir haben im ersten Halbjahr ein kleines Preisproblem und damit ein kleines Margenproblem. Aber sonst lauft es gut“, sagte er.

Von Januar bis März ging das operative Ergebnis (Ebit) von 91 auf 67 Millionen Euro zurück. Grund dafür war die geringere Nachfrage nach Textilien durch die Wirtschaftskrise in Europa. „Es wird überall nur schlechte Stimmung verbreitet. Das Konsumentenvertrauen geht zurück“, sagte Untersperger. Die kriselnde Nachfrage in Europa treffe die Textilindustrie in China, die weniger Fasern benötigt. Folglich sinkt der Preis für die Fasern, die zu T-Shirts, Wattepads, Tampons oder Plastikfolien weiterverarbeitet werden. Im ersten Quartal lag er durchschnittlich um 11 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum.

Bereits im zweiten Quartal rechnet Untersperger mit einer leichten Besserung. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) werde voraussichtlich bei rund 100 Millionen Euro liegen und damit leicht über den 93,1 Millionen Euro aus dem ersten Quartal. „Das zweite Quartal wird nicht viel besser werden als das erste, das wird ein schwieriges Quartal“, sagte Untersperger.

Für das Gesamtjahr geht er angesichts der erwarteten Konjunkturbelebung dennoch weiterhin von einem Ebit zwischen 285 und 365 Millionen Euro und einem Ebitda zwischen 400 und 480 Millionen Euro aus. „Die Prognose ist sehr ambitioniert - aber das werden wir schon schaffen“, sagte er.

Von

rtr

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