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28.05.2017

18:12 Uhr

Fehlendes Bauteil

BMW-Produktion steht teilweise still

Wegen Lieferschwierigkeiten eines Bauteils muss die Fertigung von zwei Automodellen im BMW-Werk in Leipzig stillstehen. Auch Teile der Produktion in Südafrika und China sind betroffen.

Der Autobauer hat Produktionsprobleme in seinem Werk in Leipzig. Reuters

BMW-Logo

Der Autobauer hat Produktionsprobleme in seinem Werk in Leipzig.

MünchenWegen eines fehlenden Bauteils muss die Produktion in mehreren Werken des Automobilherstellers BMW teilweise gestoppt werden. Betroffen seien neben dem wichtigen Werk Leipzig auch Teile der Produktion am südafrikanischen Standort Rosslyn und im chinesischen Werk Shenyang, berichtete ein Sprecher des Autobauers am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur in München.

Im Werk Leipzig solle deshalb die Fertigung von zwei Fahrzeug-Modellen an diesem Montag stillstehen. „Wir haben Probleme mit der Logistik. Es fehlt ein Teil“, sagte der Sprecher. Zuvor hatte „Focus Online“ darüber berichtet. Zu Produktionsunterbrechungen werde es am Montag auch in Rosslyn und Shenyang kommen, ergänzte der BMW-Sprecher. Hier gehe es um das gleiche Teil, das auch den Produktionsstopp in Leipzig verursache.

Wann das Problem behoben sein wird, konnte der Sprecher nicht sagen. „Wir fahren da auf Sicht. Ich kann nur von Tag zu Tag sprechen.“ Schon am vergangenen Dienstag und Mittwoch war es bei BMW in München zu einem eingeschränkten Betrieb gekommen, mehrere Schichten fielen aus.

Das sind die rentabelsten Autokonzerne

Platz 10

Honda – Gewinn vor Steuern und Abgaben (Ebit): 5,2 Milliarden Euro*

Unter den japanischen Herstellern konnte keiner den Gewinn so stark steigern wie Honda. Im Jahresvergleich legte das Unternehmen um 31,5 Prozent zu. Dabei fiel die Ebit-Marge allerdingt mit 4,6 Prozent unterdurchschnittlich aus.

Quelle: CAM Bergisch-Gladbach; Stand: 12/ 2016 - Bei japanischen Herstellern wird das Kalenderjahr abgebildet

Platz 9

Nissan – Gewinn vor Steuern und Abgaben (Ebit): 5,7 Milliarden Euro

Das vergangene Jahr war für die Japaner durch Wechselkursschwankungen durchaus turbulent. Der Gewinn sank um 7,4 Prozent. Immerhin landete man mit einer Ebit-Marge von 6,2 Prozent im Mittelfeld aller Hersteller.

Platz 8

Hyundai – Gewinn vor Steuern und Abgaben (Ebit): 6 Milliarden Euro

Heimlich schielt der viertgrößte Autokonzern der Welt immer noch Richtung Weltspitze. Doch 2016 war für die Koreaner ein Rückschritt. Der Absatz schrumpfte leicht, der Gewinn sogar um satte 8,8 Prozent. Und auch die Marge war mit 5,2 Prozent unterdurchschnittlich.

Platz 7

Fiat-Chrysler – Gewinn vor Steuern und Abgaben (Ebit): 6,1 Milliarden Euro

Die italienische Überraschung: Durch den Erfolg von Jeep hat sich der italo-amerikanische Konzern wieder erholt. Der Gewinn wurde mehr als verdoppelt, obwohl der Absatz nur leicht zulegte. Allein die Marge ist mit 5,5 Prozent immer noch bestenfalls mittelmäßig.

Platz 6

Volkswagen – Gewinn vor Steuern und Abgaben (Ebit): 7,1 Milliarden Euro

Der Dieselskandal drückt weiter kräftig auf den Gewinn. Doch innerhalb eines Jahres haben es die Wolfsburger geschafft, das Ergebnis um 11,2 Milliarden Euro zu verbessern. Und das obwohl die Marge mit 3,3 Prozent immer noch mager ausfällt.

Platz 5

BMW – Gewinn vor Steuern und Abgaben (Ebit): 9,4 Milliarden Euro

Für den jahrelangen Primus der Premiumbranche ist der Gewinn im vergangenen Jahr leicht gesunken. Das können die Münchener aber locker verschmerzen. Dank einer Marge von zehn Prozent erwirtschaftet kein Konkurrent mehr pro Auto.

Platz 4

Ford – Gewinn vor Steuern und Abgaben (Ebit): 9,4 Milliarden Euro

Den Titel als rentabelster Autokonzern Amerikas hat Ford dieses Jahr verloren. Denn beim Ertrag und Absatz schwächelt der Weltkonzern. Die Marge fällt mit 6,8 Prozent überdurchschnittlich aus.

Platz 3

General Motors – Gewinn vor Steuern und Abgaben (Ebit): 9,8 Milliarden Euro

Unter Mary Barra gilt die Devise: Profit zuerst. Das war auch 2016 aus den Zahlen abzulesen. Der Gewinn konnte um fast 20 Prozent zulegen. Und mit 7,5 Prozent ist auch die Marge für einen Volumenhersteller sehr zufriedenstellend.

Platz 2

Platz 2 – Daimler – Gewinn vor Steuern und Abgaben (Ebit): 12,9 Milliarden Euro

Der profitabelste Premiumhersteller kommt aus Stuttgart. Im Vergleich zum Vorjahr schneiden die Schwaben zwar etwas schlechter ab. Doch eine Marge von 8,4 Prozent reicht immer noch für einen zweistelligen Milliardengewinn.

Platz 1

Toyota – Gewinn vor Steuern und Abgaben (Ebit): 17 Milliarden Euro

Wenn der Gewinn um fast 24 Prozent einbricht, würden die meisten anderen Konzerne wohl etliche Plätze einbüßen. Toyota nicht. Die Japaner sind weiterhin profitabler als alle anderen Hersteller. Vor allem wegen einer Marge von 7,8 Prozent, die zwar deutlich kleiner ausfällt als im Vorjahr – doch das ist immer noch besser als bei allen Konkurrenten.

Der Konzernsprecher äußerte sich zuversichtlich, dass von diesem Dienstag an wieder an allen Bändern gearbeitet werden könne. „Wir haben eine Task Force (Sondergruppe) gebildet, die versucht, den Engpass schnellstmöglich zu beheben“, hieß es. Nach Informationen von „Focus Online“ soll die Versorgung bei einem Unternehmen aus Italien stocken, das BMW mit Lenkgetrieben beliefert.

Ungemach gibt es für die Münchner derzeit auch in den USA. Dort muss BMW mehr als 45 000 Autos reparieren, weil sich Türen während der Fahrt öffnen könnten. Der Rückruf bezieht sich auf ältere Fahrzeuge der 7er Reihe aus den Modelljahrgängen 2005 bis 2008, wie die US-Verkehrsaufsicht NHTSA am Freitag mitteilte. Nach Auskunft von BMW beschränkt sich das Problem auf Wagen in den Vereinigten Staaten.

Von

dpa

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