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20.03.2014

08:16 Uhr

Fehlerhafte Zündungen

350-Millionen-Dollar Forderung an GM

Die Mängel könnten etliche Menschenleben gekostet haben, nun dürften sie GM Millionen von Dollar kosten: Der US-Konzern soll Autos mit fehlerhaften Zündungen produziert haben. Eine Klageforderung ist besonders hoch.

Pontiac Solstice von GM: Trotz der Produktionsprobleme ließ der Autobauer offenbar weiter werkeln – das könnte dem Konzern nun eine hohe Millionen-Strafe einbringen. dpa

Pontiac Solstice von GM: Trotz der Produktionsprobleme ließ der Autobauer offenbar weiter werkeln – das könnte dem Konzern nun eine hohe Millionen-Strafe einbringen.

New YorkDer Druck auf General Motors wegen der Probleme mit fehlerhaften Zündungen steigt. In Kalifornien verklagte eine Frau den Konzern nach Angaben ihres Anwalts am Mittwoch auf mindestens 350 Millionen Dollar Schadenersatz. Sie wirft der Opel-Mutter vor, von den Problemen bereits 2001 gewusst zu haben und trotzdem noch Jahre danach Fahrzeuge mit dem Defekt hergestellt und vermarktet zu haben.

Selbst nach der Insolvenz im Juli 2009 habe der Autobauer diese Praxis beibehalten. Daher könne er auch haftbar gemacht werden.

Ein GM-Sprecher lehnte eine Stellungnahme zu der Klage ab. Der Konzern hatte im Februar 1,6 Millionen Fahrzeuge zurückgerufen wegen der Probleme, die auch dazu führen können, dass Airbags nicht ausgelöst werden. GM-Ingenieure hatten bereits vor 13 Jahren erstmals fehlerhafte Zündungen registriert. Seitdem sind dadurch nach Angaben des Unternehmens bei Unfällen mindestens zwölf Menschen gestorben. Verbraucherschützer gehen aber sogar von mehr als 300 Todesopfern aus.

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Ein verschleppter Rückruf, der womöglich Menschenleben gekostet hat, wird zur Gefahr für General Motors. Konzernchefin Mary Barra will dafür sorgen, dass technische Mängel zuverlässiger erkannt und behoben werden.

GM ist heute formell eine andere Gesellschaft als jene, die 2009 den Konkursantrag stellte. Das sogenannte neue GM ist gemäß der Bedingungen, die beim Verlassen der Insolvenz getroffen wurden, eigentlich nicht verantwortlich für rechtlich erhobene Ansprüche, die sich auf Vorfälle vor Juli 2009 beziehen. Nach Ansicht der Klägerin gilt dies aber im Fall der fehlerhaften Zündungen nicht, da GM auch danach noch in der Angelegenheit „betrügerisch und unfair“ gehandelt habe.

Von

rtr

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