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24.12.2013

01:53 Uhr

Fehlerhafter Spritverbrauch

Hyundai und Kia zahlen Millionen-Entschädigung

Wegen überhöhten Spritverbrauchdaten haben Hyundai und Kia US-Kunden eine Entschädigung angeboten. Die Autobauer wollen betroffenen Autobesitzern bis zu 395 Millionen Dollar Entschädigung zahlen.

Der Autobauer Hyundai und seine Tochter Kia sollen wegen falscher Spritangaben bis zu 395 Millionen Dollar Entschädigung an betroffene US-Kunden zahlen. Reuters

Der Autobauer Hyundai und seine Tochter Kia sollen wegen falscher Spritangaben bis zu 395 Millionen Dollar Entschädigung an betroffene US-Kunden zahlen.

New YorkWegen falscher Angaben zum Spritverbrauch wollen der Autobauer Hyundai und seine Tochter Kia bis zu 395 Millionen Dollar Entschädigung (rund 289 Millionen Euro) an betroffene US-Kunden zahlen. Das teilten die Unternehmen am Montag mit. Im November war die US-Umweltschutzbehörde (EPA) bei einigen Fahrzeugen von Hyundai und Kia auf überhöhte Spritverbrauchdaten gestoßen.

Die Unternehmen räumten den Fehler daraufhin ein, korrigierten ihn und entschädigten Kunden mit Zahlungen von jährlich rund 88 Dollar (64 Euro). Der Betrag fußt auf den Mehrkosten für den Spritverbrauch sowie dem durchschnittlichen Benzinpreis.

Als Teil der Einigung boten die Firmen betroffenen Kunden zudem eine Pauschalzahlung an: Demnach zahlt Hyundai bis zu 210 Millionen und Kia bis zu 185 Millionen Dollar. Wie hoch der Betrag letztlich ausfalle, hänge davon ab, wie viele Kunden sich statt der jährlichen Entschädigung für eine Einmalzahlung entschieden, hieß es.

Was Kias Wachstum bedroht

Importzölle

Das koreanische Wachstum sorgt für kritische Stimmen der krisengeschüttelten Autohersteller in Europa. Sie drängen darauf, den Freihandel mit Korea wieder zurückzufahren. Ein Risiko für Kia: Immerhin werden noch rund die Hälfte aller in Europa verkauften Kia-Fahrzeuge importiert.

Mangelnde Kapazitäten

Den Ausbau ihrer Fabriken treiben die Koreaner mit Bedacht voran. Ein Umstand, der sich rächen könnte, wenn die Märkte wieder anziehen. Dann fehlen Kia die Produktionsstätten für weiteres Wachstum.

Politische Risiken

Das Säbelrasseln aus dem Norden sind die Südkoreaner gewohnt. Doch sollte es der kommunistische Bruderstaat tatsächlich auf einen heißen Konflikt ankommen lassen, wäre auch der wichtigste Produktionsstandort in Gefahr.

Ungünstige Wechselkurse

Während die japanischen Hersteller derzeit vom günstigen Yen profitieren, haben die Südkoreaner mit der zunehmend starken Heimatwährung Won zu kämpfen. Um die Exporte anzutreiben, wurden zuletzt die Leitzinsen gesenkt.

Von dem Fehler waren unter anderem die Fahrzeugmodelle Hyundai Azera, Accent, Genesis, Sonata Hybrid sowie Kia Optima Hybrid, Rio, Sorento, Soul und Sportage betroffen. Der Einigung muss ein Gericht noch zustimmen.

Von

ap

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