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26.04.2016

19:53 Uhr

Fiat Chrysler

Nordamerika-Geschäft poliert Gewinn auf

Gewinnsprung bei Fiat Chrysler: Der bereinigte Betriebsgewinn verdoppelte sich im vergangenen Quartal nahezu. Für Unruhe sorgte bei den Investoren hingegen ein deutlicher Schuldenanstieg, die Aktie gab zeitweise nach.

Konzernchef Sergio Marchionne wirbt bereits seit längerem offensiv um Fusionspartner. Reuters

Fiat Chrysler in den USA

Konzernchef Sergio Marchionne wirbt bereits seit längerem offensiv um Fusionspartner.

MailandEin starkes Nordamerika-Geschäft hat Fiat Chrysler zu einem Gewinnsprung verholfen. Im abgelaufenen Quartal verdoppelte sich der bereinigte Betriebsgewinn nahezu auf 1,38 Milliarden Euro, wie das italienisch-amerikanische Unternehmen am Dienstag mitteilte. Das Ergebnis lag damit deutlich über den Analystenerwartungen von 1,17 Milliarden. Das Umsatzplus von drei Prozent auf 26,57 Milliarden Euro blieb allerdings hinter den Expertenschätzungen zurück.

Für etwas Unruhe unter Investoren sorgte ein deutlicher Schuldenanstieg des weltweit siebtgrößten Autobauers. Dessen Aktienkurs gab an der Mailänder Börse zeitweise 2,4 Prozent nach, erholte sich dann aber wieder. Die Nettoverbindlichkeiten lagen Ende März bei 6,6 Milliarden Euro, nach 5,05 Milliarden drei Monate zuvor. Das Management führte dies auf saisonale und Währungseffekte zurück.

Beliebteste Autoklassen bei Privatkäufern

Kompaktklasse nur noch knapp vor SUV

Wer sein Auto selbst zahlt, kauft besonders gern ein SUV. Rund jeder vierte auf eine Privatperson zugelassene Neuwagen war 2015 einer der modischen Crossover. Der Kompaktklasse – seit Jahrzehnten Spitzenreiter in der Beliebtheit – droht Rang zwei. Eine Übersicht der beliebtesten Pkw-Segmente bei privaten Neuwagenkäufern ....

Rang 6

Die Mittelklasse – im Gesamtmarkt immerhin auf Rang vier der beliebtesten Klasse – kommt bei den Privatkunden erst auf Platz sechs. Gerade mal 18,9 Prozent der Halter im Segment von VW Passat und Co. sind natürliche Personen aus Fleisch und Blut. Geringer ist die Quote nur in der oberen Mittelklasse (17,3 Prozent) und in der Oberklasse (13,8 Prozent).

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr rund 1,1 Millionen Neuwagen auf Privatpersonen zugelassen. Das entspricht einem Anteil von 34,2 Prozent am Gesamtmarkt von 3,2 Millionen Pkw.

Rang 5

Vans fand 2015 genau 84.631 Privatkunden: Bei den prototypischen Familienautos hätte man vielleicht einen höheren Privatkundenanteil als mäßige 32 Prozent erwarten können. Aber für junge Familien sind die praktischen Pampers-Bomber als Neuwagen häufig zu teuer, sind die Kinder größer und die Festgeldkonten voller, fährt man häufig lieber Limousine oder SUV als einen klobigen Van.

Ein einziges Modell fällt aus dem Rahmen: der sehr günstige Dacia Lodgy (ab 9.990 Euro) mit fast 80 Prozent Privatkunden – was die oben aufgeführte These letztlich stützt.

Rang 4

Kleinstwagen mit 89.317 Privatkunden: Lediglich jeder dritte Kleinstwagenkäufer bestellt das Fahrzeug auf eigene Rechnung. Größer ist der Anteil bei den besonders preisgünstigen Modellen.

So lassen beispielsweise rund 70 Prozent der Käufer eines Suzuki Celerio (zurzeit ab 9.690 Euro, 2015 zwischenzeitlich aber auch mal unter 7.000 Euro) das Fahrzeug privat zu.

Bei teureren Lifestyle-Modellen wie dem Fiat 500 oder dem Opel Adam ist das Verhältnis umgedreht.

Rang 3

Kleinwagen, 208.053 Privatkunden: Die Kleinwagen-Klasse ist ein typisches Privatkundensegment. Als Dienstwagen-Bonbon für das mittlere Management tendenziell zu klein, als Arbeitsgerät für Pizza-Kuriere tendenziell zu groß. Resultat ist ein weit überdurchschnittlicher Privatkundenanteil von 44 Prozent.

Rang 2

SUV, mit 253.186 Privatkunden in 2015: Während die SUV im Gesamtmarkt noch knapp eine Viertelmillion Neuzulassungen hinter der Kompaktklasse liegen, haben die Crossover auf dem privaten Markt schon ziemlich aufgeholt.

Der Privatkäuferanteil von 42 Prozent ist in der Statistik des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) der höchste hinter Wohnmobilen (64 Prozent) und Kleinwagen (44 Prozent).

Rang 1

Kompaktklasse (292.597 Privatkunden): Immer noch das populärste Fahrzeugsegment der Deutschen, auf dem Privatkundenmarkt aber zunehmend unter Druck (siehe Rang zwei). Rund 65 Prozent der 2015 neu zugelassenen Fahrzeuge sind auf eine Firma angemeldet.

Vor allem die deutschen Hersteller engagieren sich stark im Flottenmarkt, beim VW Golf geht nicht einmal jedes dritte Auto an eine Privatperson.

Konzernchef Sergio Marchionne wirbt bereits seit längerem offensiv um Fusionspartner in der Branche, weil die Autobauer seiner Ansicht nach die notwendigen Milliardeninvestitionen etwa für umweltfreundlichere oder selbstfahrende Autos nicht allein stemmen können. Die US-Rivalen Ford und General Motors haben bereits abgewunken. Als weitere mögliche Fusionspartner nannte Marchionne zuletzt Volkswagen und Toyota.

Von

rtr

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