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16.01.2017

22:24 Uhr

Fiat

Italien weist deutsche Kritik zurück

Am Wochenende beklagte Bundesverkehrsminister Dobrindt, dass der italienische Autohersteller Fiat illegale Abgasvorrichtungen verwenden würde. Die italienische Regierung reagiert empört.

Der Verdacht auf Fahrzeugmanipulationen steht nicht nur bei deutschen Herstellern im Raum. Auch vielen anderen Autobauern wird Betrug vorgeworfen. Reuters

Fiat

Der Verdacht auf Fahrzeugmanipulationen steht nicht nur bei deutschen Herstellern im Raum. Auch vielen anderen Autobauern wird Betrug vorgeworfen.

MailandDie italienische Regierung hat Kritik aus Deutschland wegen angeblich illegaler Abgasvorrichtungen bei Fiat zurückgewiesen. Entgegen den Anschuldigungen gebe es beim Mini-SUV 500X keine Unregelmäßigkeiten bei den Abgaswerten, erklärte das Verkehrsministerium am Montag in Rom. Die Untersuchungen hätten gezeigt, dass das Modell den Vorschriften entspreche.

Eigene Tests am Modell Fiat 500X hätten dem italienischen Verkehrsministerium zufolge keine Manipulationen bei Abgaswerten ergeben. Ein detaillierter Bericht sei den deutschen Behörden geschickt worden. Es seien in den Autos keine illegalen Abschalteinrichtungen („defeat devices“) festgestellt worden. Italien kooperiere auch mit der EU-Kommission in der Sache. Es sei - anders als behauptet - kein Treffen abgesagt worden.

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Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) beklagte zuletzt am Wochenende, dass Fiat illegale Abschalteinrichtungen verwende. Dobrindt hatte einen Rückruf bestimmter Modelle von Fiat Chrysler verlangt.

Deutschland beschuldigt den Konzern, illegale Abschalteinrichtungen zu verwenden. Fiat und die italienischen Behörden hätten sich aber bisher geweigert, an der Aufklärung mitzuwirken. „Bis heute liegt von italienischer Seite keine Stellungnahme zu unseren Untersuchungsergebnissen und zu den Untersuchungsergebnissen der EU-Kommission vor“, sagte ein Sprecher des Verkehrsministeriums in Berlin am Montag.

Italiens Verkehrsminister Graziano Delrio reagierte empört auf die Anschuldigungen aus Deutschland. „Man gibt einem souveränen Land wie Italien keine Befehle“, twitterte er.

Es gebe keinerlei Hinweise, dass die EU-Kommission Belege habe, die die deutschen Testergebnisse bestätigten. In einem Interview fügte der Minister mit Blick auf Deutschland hinzu, man dulde keine Einmischungen, die „einem Wahlkampf oder internen Spannungen in einem Land“ geschuldet seien.

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Auch die US-Umweltbehörde EPA hat Fiat Chrysler im Visier. Sie wirft dem Konzern vor, bei 104.000 Lastwagen und SUVs von Chrysler illegal eine Software zur Manipulation von Schadstoffemissionen eingesetzt zu haben. Fiat weist dies zurück. Volkswagen muss wegen Abgas-Schummeleien bei Diesel-Fahrzeugen in den USA eine Strafe von umgerechnet rund vier Milliarden Euro zahlen.

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