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17.10.2012

18:33 Uhr

Finanzierungssparte

Peugeot will sich vom Staat helfen lassen

Peugeots Finanz-Sparte droht die Herabstufung auf Ramsch-Status. Konkurrenten wie Volkswagen können sich deutlich günstiger refinanzieren als der französische Autobauer. Deswegen soll nun der Staat einspringen.

Peugeot will mit Geld des französischen Staats aus der Schieflage kommen. dpa

Peugeot will mit Geld des französischen Staats aus der Schieflage kommen.

ParisDer kriselnde französische Autobauer PSA Peugeot Citroen zieht Staatshilfe für seine Finanzierungssparte in Betracht. Die Regierung arbeite daran, der Banque PSA Finance (BPF) die nötige Finanzierung zu sichern, sagte Finanzminister Pierre Moscovici am Mittwoch und stellte baldige Ergebnisse in Aussicht. Die Unterstützung werde es aber nur gegen Auflagen geben.

Der Konzern erklärte, es würden verschiedene Möglichkeiten für die Sparte erwogen. Die Zeitung „Le Figaro“ berichtete, die Hilfe umfasse wohl eine Kreditlinie über 1,5 Milliarden Euro sowie Staatsgarantien von vier Milliarden. Daneben solle die Rückzahlung von ausstehenden weiteren vier Milliarden Euro aufgeschoben werden.

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Belastet durch hohe Produktionskosten in der Heimat und große Überkapazitäten verliert Peugeot im Preiskampf auf dem schwächelnden Automarkt in Europa gegen Rivalen wie Volkswagen immer mehr an Boden. Nach jüngsten Herabstufungen der Kreditwürdigkeit droht der Finanzierungssparte zudem der Ramsch-Status.

Dies würde die Wettbewerbsfähigkeit erneut verschlechtern und Kredite teurer machen. BPF müsse sich derzeit für vier Prozent refinanzieren, während Volkswagen lediglich ein bis zwei Prozent ausgebe, sagte Branchenanalyst Florent Couvreur von CM-CIC. „Das unterstützt die Absatzoffensive von VW: Sie können Kredite zum halben Preis anbieten.“

Von

rtr

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