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10.07.2012

20:11 Uhr

Finanzinvestor

Permira bläst Iglo-Verkauf ab

Der Finanzinvestor Permira wird den deutsch-britischen Tiefkühlkost-Herstellers Iglo vorerst behalten. Auch eine früher in der Branche übliche kreditfinanzierte Ausschüttungen ist unattraktiv geworden.

Tiefkühlkost von Iglo. Der Konzern bleibt vorerst weiter im Besitz von Permira. obs

Tiefkühlkost von Iglo. Der Konzern bleibt vorerst weiter im Besitz von Permira.

LondonDer Finanzinvestor Permira hat den Verkauf des deutsch-britischen Tiefkühlkost-Herstellers Iglo nun auch offiziell zu den Akten gelegt. Auch die als Alternative in Erwägung gezogene Ausschüttung einer Sonderdividende von rund einer halben Milliarde Euro werde nicht weiterverfolgt, teilte Permira am Dienstag mit. Die Kosten für die Dividende wären dem Unternehmen als Schulden aufgehalst worden. Das finale Gebot der Investoren Blackstone und BC Partners für den Fischstäbchen-Konzern hatte nur bei 2,5 Milliarden Euro gelegen - unter den vom Eigentümer erhofften 2,8 Milliarden. Permira hatte Iglo 2006 von Unilever gekauft und seither durch Zukäufe gestärkt.

Kreditfinanzierte Ausschüttungen - "Rekapitalisierungen" genannt - waren bei Private-Equity-Firmen vor der Finanzkrise beliebt, weil sie damit von niedrigen Zinsen profitierten und schnell bei ihren Investments Kasse machen konnten. Inzwischen sind sie unüblich geworden, weil Banken mit Krediten knausrig sind. Die Iglo-Rekapitalisierung wäre die größte seit 2007 gewesen, als die damaligen Eigentümer der Flugbuchungsfirma Amadeus sich 1,4 Milliarden Euro auszahlen ließen.

Von

rtr

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