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08.02.2012

19:54 Uhr

Finanzvorstand Kaeser

Siemens räumt Fehler ein

VonAxel Höpner

ExklusivDer Finanzvorstand des Münchner Technologiekonzerns räumt ungewöhnlich deutlich Fehler beim Konzern ein. „Wir sind unter unseren Ansprüchen geblieben“, sagte Joe Kaeser dem Handelsblatt.

Siemens Finanzvorstand: Joe Kaeser. Reuters

Siemens Finanzvorstand: Joe Kaeser.

MünchenUngewöhnlich deutlich hat Siemens-Finanzvorstand Joe Kaeser Fehler bei dem Konzern eingeräumt. Das Unternehmen sei in den vergangenen Jahren sehr rasch umgebaut worden, sagte Kaeser dem Handelsblatt. „Da schleichen sich dann Ineffizienzen ein.“ Im vergangenen Quartal sei Siemens unter seinen Möglichkeiten geblieben. Dies mache es schwieriger, die Jahresprognose zu erreichen.

Auf der Hauptversammlung hatten Aktionäre kritisiert, dass immer wieder Sonderbelastungen das Ergebnis verhageln. So kosteten schlecht ausgehandelte Verträge bei der Windpark-Anbindung den Konzern mehr als 200 Millionen Euro. „Wir haben die Komplexität der Projekte nicht erkannt und im Vorfeld nicht gut genug gearbeitet“, sagte Kaeser. Er räumte zudem ein, dass Siemens die US-Firma Dade Behring zu teuer gekauft hat. Ob er das

Unternehmen zum selben Preis noch einmal kaufen würde? „Nein, da war technisch nicht das drin, was draußen draufstand.“

Angesichts dieser Erfahrungen könnte Siemens das Tempo nun etwas drosseln. Das Mittelfristziel von 100 Milliarden Euro Umsatz gelte zwar weiter, sagte Kaeser. „Aber vielleicht muss man die Route neu berechnen.“

Kommentare (1)

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Profit

09.02.2012, 12:45 Uhr

Dade Bering war ureigener Beitrag von Löscher. Er kannte das Unternehmen und hat es für einen Mondpreis (mehr als das 100-fache des Gewinns!!!) gekauft. Allein dieser Kauf zeigt, daß Löscher ein Scharlatan ist. Viele haben es von Anfang an gewußt. Dann dieser ganze Quatsch um die Korruptionsvorwürfe. Milliarden und der Ruf der Firma wurde geschädigt. Das Schauspiel um von Pierer. Die Umorganisation, die kein Mensch versteht. Die operativen Fehler im Zusammenhang mit den Joint Ventures. Nichts, aber auch rein gar nichts hat Löscher geleistet. Er versteht von Technik nichts, er kennt die Märkte nicht, er kennt das Anlagengeschäft nicht, weder von der technischen, noch von der kaufmännischen Seite. Da ist Käser ja noch der bessere Mann; er hat wenigstens "Stallgeruch" und hat Erfahrung mit Siemens. Als Aktionär ist man stinksauer auf das Management. Die Entlassung von Löscher ist die einzig mögliche Konsequenz. Und Cromme soll gleich mit verschwinden (vgl. Thyssen-Krupp)!

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