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16.09.2011

15:48 Uhr

Fisker Automotive

Mit grünen Sportautos noch einen Schritt voraus

VonFlorian Brückner

Fisker Automotive will der Produzent für grüne Luxusautos weltweit werden. Doch die Konkurrenz schläft nicht. Aber mit der geht Firmengründer Henrik Fisker hart ins Gericht - und wie Saab enden will man auch nicht.

Ein Werbeplakat von Fisker Automotive für den Plug-in-Hybrid-Sportwagen Karma. Fisker

Ein Werbeplakat von Fisker Automotive für den Plug-in-Hybrid-Sportwagen Karma.

Frankfurt/DüsseldorfMit Maserati, Ferrari, Porsche und Aston Martin spielt Fisker in einer Liga. Zumindest optisch. Die beiden einzigen Modelle der Marke zählen für Autoenthusiasten zu den aufsehenerregendsten und vielleicht auch begehrenswertesten Luxuswagen der Frankfurter IAA. Keine Frage: Fisker baut schöne und extravagante Autos. Nur: Saab hat auch einmal schöne und extravagante Autos gebaut.

Heute steht Saab vor dem endgültigen Aus und es stellt sich die Frage, ob schöne Autos und eine interessante Marke allein noch ausreichen, um gegen die etablierten, großen Autobauer zu bestehen – ganz besonders dann, wenn man sich wie Henrik Fisker nicht mit der Mini-Nische einer Auto-Manufaktur wie Artega oder Morgan zufrieden geben will.

Fisker will bis zu 12.000 Exemplare des gut 96.000 Dollar teuren Karma im Jahr verkaufen. Mittelfristig sollen mit weiteren Modellen und Derivaten in einer Fabrik, die Fisker von General Motors erworben hat, rund 100.000 Autos hergestellt werden. Damit läge Fisker genau in der Größenordnung, die Saab kein Glück gebracht hat.

Ein wahrhaft atemberaubender Shooting Brake: Den Fisker Karma gibt es nun auch als Sportkombi mit dem Namen Surf. dpa

Ein wahrhaft atemberaubender Shooting Brake: Den Fisker Karma gibt es nun auch als Sportkombi mit dem Namen Surf.

Zu viel zum Sterben, zu wenig zum Leben? Der smarte Designer mit dänischen Wurzeln verneint: „Mit dieser Anzahl von verkauften Autos ginge es uns bestens“, sagt Fisker im Gespräch mit Handelsblatt Online. Und der Vergleich mit Saab hat für ihn gleich mehrere Haken: „Hat sich Saab nach dem Ende der Beziehung zu General Motors neu erfunden? Haben sie versucht etwa ganz Neues zu erfinden? Haben sie etwas anderes angeboten als die etablierten Hersteller? Nein, wir schon.“

Ganz abgesehen davon, dass Fisker 1,1 Milliarden Dollar an Kapital besitze, der Karma kostengünstig beim finnischen Zulieferer Valmet vom Band laufe und das Unternehmen von einer Reihe fester Investoren gestützt werde.

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