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25.08.2015

19:51 Uhr

Flaute in China

VW dampft Absatzziele ein

Chinas Konjunkturprobleme bereiten westlichen Herstellern zunehmend Sorgen. Im Juli waren die Verkaufszahlen Auf dem Automarkt den vierten Monat in Folge gesunken. Die Flaute drückt auch den Absatz von VW.

Für den Volkswagen-Konzern steht besonders viel auf dem Spiel, denn die Wolfsburger fahren in der Volksrepublik einen Großteil ihres Gewinns ein. Reuters

China-Krise belastet Autobauer

Für den Volkswagen-Konzern steht besonders viel auf dem Spiel, denn die Wolfsburger fahren in der Volksrepublik einen Großteil ihres Gewinns ein.

Wolfsburg/HamburgAngesichts der angespannten Lage in wichtigen Märkten wie China, Brasilien und Russland ist der Fahrzeugabsatz bei Volkswagen im Juli weiter zurückgegangen. Nach einem bereits schwachen Vormonat sanken die Verkäufe konzernweit um 3,7 Prozent auf 792 100, wie Volkswagen am Dienstag mitteilte. In den ersten sieben Monaten liegt der Absatz des Zwölf-Marken-Konzerns im Vergleich mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 1,0 Prozent im Minus.

Die Kernmarke VW lieferte im Juli 457.800 Autos aus und damit knapp 7 Prozent weniger als im Vorjahr. Auf die ersten sieben Monate gerechnet ergibt sich ein Rückgang von 4,3 Prozent. Bei der Tochter MAN gingen die Verkäufe per Ende Juli sogar um über 13 Prozent zurück. Die Premiummarke Audi, der Sportwagenbauer Porsche sowie die Töchter Seat, Skoda und Scania legten hingegen allesamt in den ersten sieben Monaten zu.

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Die gesamtwirtschaftliche Situation in China, Russland und Brasilien sei nach wie vor angespannt, sagte Konzernvertriebsvorstand Christian Klingler laut Mitteilung. Dem habe sich Volkswagen auch zu Beginn des zweiten Halbjahres nicht entziehen können.

Die rückläufige Entwicklung des chinesischen Marktes traf Volkswagen als dortiger Marktführer besonders empfindlich. Bis Ende Juli lieferten die Wolfsburger nur knapp 2 Millionen Fahrzeuge in China aus und damit über 5 Prozent weniger als im Vorjahr. Bei Volkswagen Pkw belief sich das Minus inklusive Hongkong auf fast 8 Prozent.

Zum Teil deutlichen Rückenwind habe der Konzern hingegen aus Nordamerika und vor allem aus Europa verspürt, sagte Klingler weiter. Auf dem Heimatmarkt Deutschland beispielsweise entschieden sich mit 781.700 knapp 6 Prozent mehr Kunden für ein neues Fahrzeug von VW. In den USA zogen die Auslieferungen um gut 3 Prozent an.

Der Trend dürfte sich fortsetzen. „Auch für das zweite Halbjahr erwarten wir, dass die uneinheitliche Entwicklung der Märkte in den einzelnen Regionen ein bestimmender Faktor bleiben wird“, sagte Klingler.

China bereitet vielen westlichen Herstellern zunehmend Sorgen. Im Juli waren die Verkaufszahlen auf dem weltgrößten Automarkt wegen der Wirtschaftsflaute des Landes den vierten Monat in Folge gesunken – das ist die längste Schwächephase seit mindestens fünf Jahren. Für den Volkswagen-Konzern steht besonders viel auf dem Spiel, denn die Wolfsburger fahren in der Volksrepublik einen Großteil ihres Gewinns ein. VW und die Tochter Audi, in China unangefochtener Platzhirsch im Oberklasse-Segment, dampften ihre Absatzziele ein.

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