Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

29.11.2013

13:32 Uhr

Fleischkonzern

Tönnies-Prozess wird im Januar fortgesetzt

Der Familienstreit um den größten deutschen Fleischkonzern Tönnies geht weiter. Nachdem eine gütliche Einigung gescheitert ist, treffen sich Robert Tönnies und sein Onkel Clemens im kommenden Jahr vor Gericht wieder.

Der Unternehmer Robert Tönnies (li.) und sein Onkel Clemens Tönnies sitzen sich erst im kommenden Jahr wieder vor dem Landgericht gegenüber. dpa

Der Unternehmer Robert Tönnies (li.) und sein Onkel Clemens Tönnies sitzen sich erst im kommenden Jahr wieder vor dem Landgericht gegenüber.

BielefeldDas Landgericht Bielefeld setzt den Prozess um die Vorherrschaft beim größten deutschen Fleischkonzern Tönnies Anfang 2014 mit der Beweisaufnahme fort. Das Gericht werde Zeugen vernehmen, die Aussagen zum Zeitpunkt und zu Gesprächsinhalten rund um die umstrittenen Notarverträge machen können, teilte Sprecher Guiskard Eisenberg am Freitag mit. Termin für die mündliche Verhandlung ist der 10. Januar (Az.: 17 O 61/12).

Robert Tönnies hat seinen Onkel Clemens verklagt. Dabei geht es um das doppelte Stimmrecht, das Clemens Tönnies im mächtigen Gesellschafterausschuss des westfälischen Familienkonzerns die Vorherrschaft sichert. Beide Seiten halten je 50 Prozent der Anteile. Ein Versuch, den Streit vor Gericht gütlich zu beenden, war am 8. November gescheitert.

Clemens Tönnies (57) ist auch Aufsichtsratschef des Fußballclubs Schalke 04. Robert Tönnies (35) ist der Sohn seines verstorbenen Bruders Bernd. Bereits seit längerem gibt es Streitigkeiten. Am Landgericht Bielefeld ist ein zweites Verfahren anhängig. Darin fordert Robert Tönnies einen Fünf-Prozent-Anteil zurück, den er 2009 seinem Onkel geschenkt hatte.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×