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17.01.2007

12:09 Uhr

Flugzeugbestellungen

Airbus fällt hinter Boeing zurück

Gut ist nicht gut genug. Zwar hat Airbus bei den Flugzeugbestellungen 2006 sein zweitbestes Jahr in der Firmengeschichte verzeichnet, aber Boeing war besser. Beim Marktanteil fällt der europäische Flugzeugbauer damit gefährlich weit zurück. Besserung ist nicht in Sicht.

Von allen verkauften Flugzeugen bei Airbus läuft der A320 am besten. Foto: dpa

Von allen verkauften Flugzeugen bei Airbus läuft der A320 am besten. Foto: dpa

HB PARIS. Mit 790 bestellten Flugzeugen war 2006 das zweitbeste Jahr der Airbus-Geschichte nach 2005 mit 1055 Bestellungen. Dabei verlor Airbus aber die Marktführung an Boeing. Die bestellten Maschinen haben einen Katalogwert von 75,1 Mrd. Dollar. Das entsprach einem Marktanteil von wertmäßig 40 Prozent und stückzahlmäßig 43 Prozent. „Wir bleiben im Korridor von 40 bis 60 Prozent Marktanteil“, sagte Gallois. Das sei der längerfristige Zielkorridor.

Bei dem US-Flugzeugbauer Boeing sind im vergangenen Jahr 1044 Verkehrsflugzeuge in Auftrag gegeben worden.

Bei den Auslieferungen im Jahr 2006 sah es besser aus. Airbus verkaufte 434 Flugzeuge für 26 Mrd. Euro. Darunter seien 339 Flugzeuge der A320-Familie, sagte Gallois. Damit versilberte Airbus 36 Flugzeuge mehr als die US-Konkurrenz.

Die Produktionskrise beim Großflugzeug A380 hat Airbus 2006 in die Verlustzone gestürzt. Der Beitrag zum Betriebsertrag (EBIT) der Konzernmutter EADS sei wohl negativ, sagte Airbus-Chef Louis Gallois am Mittwoch in Paris. „Die Probleme beim A380 waren ein großer Schock für uns, die Märkte und unsere Kunden. Wir sind aber im Plan mit unserem Aufholplan.“ Der Airbus-Mutterkonzern EADS erwartet nun wegen der Airbus-Probleme und des Sanierungsprogramms Power 8 ein ausgeglichenes EBIT, nachdem vor Jahresfrist noch mehr als zwei Mrd. angepeilt worden waren.

„2006 war ein Wendepunkt für uns“, sagte Gallois, der auch Co-Vorstand von EADS ist. 2007 werde das Jahr der Wahrheit, in dem alle notwendigen Maßnahmen umgesetzt werden müssten. Als wichtigste Ziele nannte er, dass Vertrauen der Kunden nach den A380-Pannen zurückzugewinnen und den Konzern besser zu integrieren. Einzelheiten über das Power-8-Programm gab Gallois allerdings noch nicht bekannt.

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