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30.01.2005

13:34 Uhr

Fördermenge derzeit über dem vereinbarten Limit

Opec will Förderquote künftig strikt einhalten

Die elf Opec-Mitglieder wollen die Ölförderung - zumindest kurzfrstig - nicht drosseln. Allerdings soll die vereinbarte Förderhöchstmenge künftig eingehalten werden, verabredete das Kartell auf seiner Sitzung in Wien.

HB BERLIN. Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) will die im vergangenen Jahr beschlossene Fördermenge von täglich 27 Millionen Barrel (159 Liter) in den kommenden Monaten zwar nicht verringern. Allerdings werde das Kartell auf eine «strikte Einhaltung» der Fördermenge achten, sagte ein Vertreter der Organisation am Sonntag am Rande des Opec-Treffens in Wien der Nachrichtenagentur dpa.

Angesichts der weit gehenden Übereinstimmung unter den Opec-Mitgliedsländern in dieser Frage, verzichtet die Organisation am Sonntag auf die sonst übliche Plenarsitzung.

Im Dezember hatte die Opec auf einer Konferenz in Kairo beschlossen die tägliche Fördermenge von 30 auf 27 Millionen Barrel zu reduzieren. Damit wollten die Opec-Mitglieder einen unkontrollierten Preisverfall verhindern. Derzeit liegt die Fördermenge mit 28 Millionen Barrel jedoch über dem vereinbarten Limit.

Dennoch halte man an dem Kairoer Beschluss fest, bekräftigte Opec-Präsident Scheich Ahmed Fahed el Sabah in Wien. El Sabah wollte allerdings nicht ausschließen, dass die tägliche Fördermenge noch vor dem nächsten Teffen am 16. März in Iran gesenkt werden könne. Gewöhnlich sinkt die Nachfrage nach Rohöl mit dem Ende des Winters auf der nördlichen Halbkugel. Dies führt dann zu sinkenden Preisen.

Der Ölpreis ist in den vergangenen vier Wochen wieder deutlich angezogen. Das Barrel Rohöl der Sort Light Sweet zur Märzlieferung kostete am Freitagabend an der New Yorker Warenterminbörse Nymex 47,18 Dollar. Mitte Januar hatte der Preis zwar noch bei knapp 50 Dollar gelegen. Ende Dezember allerdings war der Rohölpreis auf rund 42 Dollar gefallen.

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