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06.04.2016

01:42 Uhr

Ford

US-Autobauer leistet sich ein Werk in Mexiko

Mexiko hat immer bessere Chancen, in die Top Five der Autoproduzenten aufzusteigen. Der US-Autobauer Ford investiert in ein Werk in dem Land. Das passt zwar Donald Trump nicht – doch Ford weiß zu kontern.

Ford will seine Kleinwagenproduktion ausbauen. Deshalb investiert das US-Unternehmen in ein Werk in Mexiko. Reuters

Ford

Ford will seine Kleinwagenproduktion ausbauen. Deshalb investiert das US-Unternehmen in ein Werk in Mexiko.

Mexiko-Stadt/Detroit/WashingtonDer US-Autobauer Ford errichtet ein neues Werk für Kompaktwagen in Mexiko. Die Amerikaner investieren 1,6 Milliarden US-Dollar (1,4 Milliarden Euro) in die Fabrik im Bundesstaat San Luis Potosí im Zentrum des Landes, wie das Unternehmen am Dienstag ankündigte.

Die Bauarbeiten beginnen im Sommer. Bis 2020 sollen in dem Werk 2800 direkte Arbeitsplätze entstehen.

Mexiko ist für Ford der viertgrößte Produktionsstandort nach den USA, China und Deutschland. Das Unternehmen fertigt dort Autos für die USA, Kanada, Lateinamerika und Asien.

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Mexiko ist der siebtgrößte Autoproduzent der Welt. Bis 2020 will das Land Indien und Südkorea überholen und sich einen Platz unter den Top Five sichern. Bis dahin sollen fünf neue Werke die Arbeit aufnehmen. Die mexikanische Regierung geht davon aus, dass die Jahresproduktion damit auf rund fünf Millionen Fahrzeuge gesteigert werden kann.

In den USA fanden die Pläne umgehend einen prominenten Kritiker. Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump nannte die Entscheidung zum Bau des Werks eine "absolute Schweinerei". "Solche lächerlichen, arbeitsplatzvernichtenden Transaktionen wird es nicht geben, wenn ich Präsident bin", sagte der milliardenschwere Immobilienunternehmer.

Ford-Chef Mark Fields konterte, das Unternehmen werde seine Strategie nicht ändern: "Wir sind eine globale, multinationale Firma. Und wir werden investieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben." Ford mache, was nötig sei zur Fortentwicklung des Geschäfts.

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