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19.11.2012

16:34 Uhr

Formel-1-Team

Daimler übernimmt Mercedes-Rennstall komplett

Die arabische Investmentgesellschaft Aabar hat ihre Anteile an dem Formel-1-Team Mercedes an Daimler abgegeben. Die Kontrolle über den Rennstall haben die Stuttgarter damit nun bei sich gebündelt.

Michael Schumacher im Mercedes-Rennwagen: Lewis Hamilton löst den siebenmaligen Weltmeister in der nächsten Saison ab. dpa

Michael Schumacher im Mercedes-Rennwagen: Lewis Hamilton löst den siebenmaligen Weltmeister in der nächsten Saison ab.

London/HamburgDaimler hat beim Formel-1-Team Mercedes künftig alleine das Sagen. Die Stuttgarter übernehmen die Anteile der arabischen Investmentgesellschaft Aabar und kontrollieren den Rennstall dann komplett, wie Aabar am Montag in London mitteilte. Der Staatsfonds hatte 40 Prozent an der gemeinsamen Renngesellschaft gehalten. Ein Daimler-Sprecher bestätigte die geplante Transaktion. Über den Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.

In der nächsten Saison fährt Ex-Weltmeister Lewis Hamilton für das Formel-1-Team mit dem Stern. Er löst Michael Schumacher ab. Der siebenmalige Weltmeister aus Kerpen war bei Mercedes in drei Jahren nur einmal aufs Podest gefahren.

Der staatlich kontrollierte Fonds aus Abu Dhabi und Daimler waren 2009 in die Formel 1 eingestiegen und hatten das Team Brawn GP übernommen. Der Rennstall wurde in Mercedes umbenannt.

Aabar hatte sich von einigen Wochen bereits von seinen restlichen Anteilen am Daimler-Konzern getrennt.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Sterbender_Silberpfeil_Mythos

19.11.2012, 16:59 Uhr

Die letzten 3 Saisons (2010-2012) waren eine echte Blamage für Daimler.
Selbst der 7-malige Weltmeister Schumacher, konnte den lahmenden „Mercedes-Silberpfeilen“ nicht mehr auf die Sprünge helfen.
Daimler sollte erstens aussteigen, auch in Anbetracht dessen, dass man mit diesen Vorstellungen massiv das Image der Marke Mercedes schädigt. Auch ein teurer Lewis Hamilton wird daran nichts ändern.
Zweitens glaube ich kaum, das der Fließbandarbeiter beim Daimler dieses Engagement noch gutheissen kann, wenn er mal ernsthaft über die anfallenden Kosten für das F1 Engagement nachdenkt und was es letztlich für ihn bei Exporteinbrüchen bedeutet, wenn weiter Personal abgebaut und die Löhne und Gehälter gekürzt werden.
Wieviel Zeitarbeiter beschäftigt eigentlich Daimler prozentuell im Verhältnis zur Stammbelegschaft?



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