Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

21.02.2012

14:07 Uhr

Foxconn

Mit mehr Lohn zu besserem Image?

Beim Apple-Zulieferer Foxconn wird wegen schlechter Arbeitsbedingungen ermittelt. Eine Lohnerhöhung am Wochenende wirkte wie ein Versuch, bei der Untersuchung besser wegzukommen. Foxconn bestreitet das.

Arbeiter in einer Foxconn-Fabrik. Reuters

Arbeiter in einer Foxconn-Fabrik.

Peking/TaipehIn der Kontroverse um Niedriglöhne und harsche Arbeitsbedingungen gerät der taiwanische Apple-Zulieferer Foxconn immer stärker in die Defensive. Der weltgrößte Elektronikhersteller beteuerte am Dienstag, mit seinen jüngsten Lohnerhöhungen keineswegs Einfluss auf die laufenden Ermittlungen in seinen Fabriken in China nehmen zu wollen. Chinesische Arbeitsrechtler in Peking reagierten aber ungläubig. Sie sahen in der Anhebung der Grundlöhne für die 1,2 Millionen Mitarbeiter in China den Versuch einer Schadensbegrenzung.

Das Unternehmen produziert in China unter anderen für große Computerhersteller wie Apple, Dell, Hewlett-Packard, IBM, Toshiba oder Sony. Kritiker monieren bei Foxconn schlechte Arbeitsbedingungen. Mitarbeiter müssten bei niedrigen Löhnen ständig Überstunden leisten. Außerdem war der Konzern wegen Unfällen und einer Serie von Selbstmorden von Mitarbeitern zunehmend in die Kritik geraten - und damit auch sein großer Auftraggeber Apple.

Foxconn-Sprecher Simon Hsing sagte der Nachrichtenagentur dpa in Taipeh, die Anhebung des Grundlohns mit Wirkung zum 1. Februar sei bereits vor den Ermittlungen beschlossen worden. „Wir hatten bis Samstag keine Chance, die Ankündigung zu machen, weil wir so beschäftigt waren mit den Ermittlungen in die Arbeitsbedingungen.“ Die höheren Lohnkosten würden nicht auf die Preise aufgeschlagen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×