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14.07.2012

14:49 Uhr

François Hollande

Sparplan von Peugeot „nicht akzeptabel“

Frankreichs Präsident greift die Konzernleitung von PSA Peugeot-Citroën scharf an. Statt den Aktionären eine Dividende auszuschütten, hätte der Automobil-Konzern besser in die eigene Zukunft investieren sollen.

Autobauer PSA Peugeot Citroën will in Frankreich 8.000 Jobs streichen. AFP

Autobauer PSA Peugeot Citroën will in Frankreich 8.000 Jobs streichen.

ParisDer französische Präsident François Hollande will eine Änderung des Sparplanes beim angeschlagenen französischen Autobauer PSA Peugeot-Citroën durchsetzen. „Dieser Plan ist nicht akzeptabel, er muss neu verhandelt werden“, sagte Hollande am Samstag in einem Fernsehinterview anlässlich des französischen Nationalfeiertages. Die Streichung von 8000 Stellen in Frankreich sei ein „Schock“. Der Staat werde dies nicht zulassen.

Der Präsident erinnerte daran, dass die neue sozialistische Regierung am 25. Juli einen Plan für die Automobilindustrie vorlegen werde. Hollande nannte keine Einzelheiten dazu, machte aber seine Ablehnung einer Neuauflage der Abwrackprämie deutlich. Die Prämie habe den Steuerzahler viel Geld gekostet, dann aber seien neue Autos im Ausland gekauft worden. Jetzt solle der Plan „möglichst effektiv“ sein und den Steuerzahler möglichst wenig kosten. Das Ziel sei, dass in Frankreich produzierte Autos gekauft würden, darunter etwa französische Hybridautos.

François Hollande kritisiert die Konzernleitung des französischen Autobauers PSA Peugeot-Citroën für ihre Geldpolitik. AFP

François Hollande kritisiert die Konzernleitung des französischen Autobauers PSA Peugeot-Citroën für ihre Geldpolitik.

Hart ging Hollande mit der Unternehmensleitung von PSA Peugeot-Citroën ins Gericht, der er „Lüge“ vorhielt. Der Stellenstreichungsplan sei bereits seit 2011 klar gewesen, sei aber erst nach den Wahlen in Frankreich verkündet worden. Er widersprach auch der Einschätzung von PSA-Chef Philippe Varin, der die hohen Arbeitskosten in Frankreich für die schwierige Lage des Konzerns mitverantwortlich gemacht hatte. Hollande erinnerte daran, dass das Unternehmen Dividenden an die Aktionäre ausgeschüttet habe, statt das Geld zu investieren.

PSA will die Produktion in seinem traditionsreichen Werk in Aulnay-sous-Bois bei Paris mit mehr als 3000 Mitarbeitern 2014 ganz einstellen und im westfranzösischen Rennes 1400 der 5600 Stellen abbauen. Außerdem sollen außerhalb der Autoproduktion 3600 Stellen etwa in der Entwicklung wegfallen. Das Unternehmen gab den drastischen Absatzeinbruch am europäischen Automarkt als Grund für den Stellenabbau an. Der Konzern verliert nach eigenen Angaben seit einem Jahr rund 200 Millionen Euro pro Monat.

Von

afp

Kommentare (8)

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Realo

14.07.2012, 15:35 Uhr

Der große Europäer Hollande will, dass die Franzosen nur noch französische Autos kaufen (man stelle sich vor, was Europa sagen würde, wenn wir Deutschen das machen würden), kurbelt die Wirtschaft an, indem er Frankreich weiter verschuldet und schreibt einem Unternehmen vor, wie es zu wirtschaften hat. Und zahlen sollen wir dann den ganzen soazialistischen Mist durch Eurobonds.

Hagbard_Celine

14.07.2012, 16:12 Uhr

L'Europe, c'est moi !

Dieser Westentaschen Napoleon ist eine Witzfigur sondergleichen.

Ein Privatunternehmen soll auf seine Anordnung Stellenstreichungen zurücknehmen ?

Ein Unternehmen erbringt eine Leistung für unsere Zivilisation, ist es weniger effizient als andere verschwindet es durch bankrott, ist es effizienter verbucht es einen Gewinn.

Der Gewinn wird teilweise einbehalten, dadurch sammelt das Unternehmen Kapital das es für Investitionen braucht. So wächst letztlich die Firma und auch die Wirtschaft, das kann doch ein 5 jähriger schon verstehen.

Und keine Dividenden mehr zahlen ?

Wozu dann in eine Firma gründen oder in eine bestehende investieren wenn es keinen Ertrag mehr gibt ?

Vielleicht möchte Monsieur demnächst auch keine Zinsen mehr zahlen auf Frankreichs Schulden.

Der Mann ist eine Zumutung für Frankreich und Europa.

Schaarschmidt

14.07.2012, 17:10 Uhr

psa hat große probleme,verbrennt jeden monat 200 millionen,steht kurz vor der pleite,die geschäfte gehen monat für monat schlechter und nun kommt hollande und will das keiner entlassen wird,ja wenn er das will muss er alle verbeamten,anders geht das nicht,will er das,kann er das?und dann diesen protektionismus nur noch französische autos zu fördern,das verstößt ein deutig gegen das freihandelsgebot und eu-richtlinien,bin gespannt was "mutti" dazu sagt

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