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01.10.2012

16:36 Uhr

Frank Mastiaux

Neuer EnBW-Chef will sparen

Heute hat Frank Mastiaux seinen ersten Arbeitstag als neuer EnBW-Chef. Der Nachfolger von Hans-Peter Villis will vor allem sparen, denn der Umbau des Energieversorgers auf Ökostrom muss finanziert werden.

Der neue Vorstandsvorsitzende des Energiekonzerns EnBW Frank Mastiaux. dapd

Der neue Vorstandsvorsitzende des Energiekonzerns EnBW Frank Mastiaux.

KarlsruheDer neue Chef des durch die Atomwende unter Druck geratenen Energiekonzerns EnBW wird möglicherweise mehr Geschäfte abstoßen als bislang geplant. Er werde jede Beteiligung auf den Prüfstand stellen, sagte EnBW-Chef Frank Mastiaux am Montag in Karlsruhe. Bei der bislang angepeilten Größenordnung von 1,5 Milliarden Euro müsse es nicht bleiben. "Das kann durchaus diesen Wert überschreiten, das will ich gar nicht nicht ausschließen", fügte der ehemalige E.ON -Manager hinzu. Mastiaux trat am Montag die Nachfolge von Hans-Peter Villis an, dem die rot-grüne Landesregierung das Vertrauen entzogen hatte. Er hatte seit 2007 den drittgrößen deutschen Versorger geführt.

Das Land Baden-Württemberg hält 46,75 Prozent der Aktien des Versorgers und dringt auf einen deutlichen Ausbau des Geschäfts mit Ökostrom. Dem Atomkraft-Anhänger Villis hatte die Landesregierung dies nicht zugetraut. Mastiaux hatte bei E.ON die Sparte für Erneuerbare Energie aufgebaut. Im Gegensatz zu der Situation beim größten deutschen Versorger kann der 48-Jährige bei EnBW aber nicht aus dem Vollen schöpfen. Der Karlsruher Versorger ist wie kein zweiter in Deutschland von der Atomwende betroffen. EnBW musste nach der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima zwei seiner vier Meiler abschalten.

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Insgesamt müssten die Abläufe, Prozesse und Strukturen bei der EnBW schlanker und effizienter und die Einsparungen umgesetzt werden. Mit dem 750-Millionen-Sparprogramm „Fokus“, das auch den Abbau von Stellen vorsieht, habe sich die EnBW in dieser Hinsicht bereits auf den Weg gemacht. Wie genau sich der Stellenabbau weiter gestalte, wollte Mastiaux nicht konkretisieren. Dafür sei es noch zu früh. Die „Stuttgarter Nachrichten“ hatten am Montag berichtet, das EnBW-Mitarbeiter in „tariffreie Zonen“ gedrängt werden sollten.

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