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24.04.2013

19:59 Uhr

Französische Autobauer

Absatzkrise lässt PSA und Renault nicht los

Absatzkrise und kein Ende: Die französischen Autohersteller PSA Peugeot Citroën und Renault müssen auch zum Jahresauftakt Umsatzeinbußen hinnehmen. Eine Besserung in Europa scheint vorerst nicht in Sicht.

Harte Zeiten: Autobauer Renault muss ebenso wie der heimische Konkurrent PSA Peugeot Citroën kräftige Umsatzeinbrüche verkraften. dpa

Harte Zeiten: Autobauer Renault muss ebenso wie der heimische Konkurrent PSA Peugeot Citroën kräftige Umsatzeinbrüche verkraften.

ParisSchwere Zeiten für französische Autobauer: Die Absatzkrise in Europa hat PSA Peugeot Citroën und Renault zum Jahresauftakt kräftige Umsatzeinbrüche eingebrockt. Bei PSA fielen die Erlöse in den ersten drei Monaten 2013 um 6,5 Prozent auf 13,03 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum. In der Autosparte allein lag das Minus sogar bei 10,3 Prozent, wie der nach VW zweitgrößte europäische Hersteller am Mittwoch mitteilte. Schwarze Zahlen gab es nur bei der Zulieferer-Tochter Faurecia, die etwa Fahrzeugsitze herstellt.

Um aus der Verlustzone zu kommen, will PSA mehr als 8.000 Arbeitsplätze streichen und ein Werk bei Paris komplett schließen. Insgesamt sollen bis Ende 2014 mehr als 11.000 Stellen wegfallen. Ob die geplanten Maßnahmen ausreichen, ist allerdings unklar. Die Situation auf dem europäischen Markt im Jahr 2014 werde möglicherweise schwieriger sein als bislang angenommen, kommentierte das Unternehmen am Mittwoch. Man prüfe Konzepte, um eine etwaige Verschlechterungen auszugleichen.

In der Diskussion ist auch eine vorzeitige Aufgabe des Werkes Aulnay bei Paris. Die wegen der Schließungspläne teilweise bestreikte Fabrik sollte eigentlich erst 2014 den Betrieb einstellen. Für 2012 hatte PSA einen Rekordverlust von 5,01 Milliarden Euro ausgewiesen.

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Auch Konkurrent Renault muss einen Einbruch verkraften. Im ersten Quartal 2013 ging der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 11,8 Prozent auf 8,3 Milliarden Euro zurück. Die Bedingungen auf dem europäischen Absatzmarkt seien „härter als erwartet“ gewesen, hieß es bei Renault zu den am Mittwoch veröffentlichten Zahlen.

In Frankreich und Europa sieht Renault im laufenden Jahr weiter einen „unsicheren Markt“ und erwartet dort ein Umsatzminus von fünf Prozent. Der Autobauer setzt auf internationalen Absatz und rechnet auf außereuropäischen Märkten mit einem Plus von drei Prozent.

Im gesamten Jahr 2012 war der Umsatz bei Renault um 3,2 Prozent auf 41,3 Milliarden Euro zurückgegangen.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Rudolf

25.04.2013, 19:27 Uhr

SuaeSx
Max Schmidinger
"Iransanktionen sind der Grund für Peugeots Niedergang"
Peugeot hat 450 000 Autos pro Jahr in den Iran verkauft,aber es hat den Markt aus politischen Gründen aufgegeben "
Quelle :http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2013/02/iransanktionen-sind...
vgl.auch:"Märkische Oderzeitung "-http://www.moz.de vom9.1.2013 19:13 Uhr : "Absatz von PSA Peugeot-Citroen fast um 17 Prozent eingebrochen "

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