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02.08.2016

12:42 Uhr

Fresenius hebt Prognose an

Starker Einstand für Stephan Sturm

VonMaike Telgheder

Einen Monat ist Stephan Sturm bei Fresenius im Amt. Der neue Konzernchef setzt ausdrücklich auf Kontinuität. Dass er zum Start gleich die Ziele des Konzerns in die Höhe schraubt, hat bereits Tradition.

Der neue Fresenius-Chef hebt nach einem Monat im Amt gleich die Prognose an. AP

Stephan Sturm

Der neue Fresenius-Chef hebt nach einem Monat im Amt gleich die Prognose an.

FrankfurtSo ein Start kann sich sehen lassen: Einen Monat, nachdem der neue Fresenius-Chef Stephan Sturm die Führung beim Gesundheitskonzern Fresenius übernommen hat, hebt er gleich den Ergebnisausblick für das laufende Jahr an. Nach einem sehr erfolgreich verlaufenen zweiten Quartal, in dem das Konzernergebnis zweistellig gesteigert werden konnte, sieht Sturm das Unternehmen „strategisch bestens aufgestellt“.

Sturm, langjähriger Finanzchef bei Fresenius, hatte Anfang Juli den CEO-Posten von Ulf Mark Schneider übernommen, der an die Spitze des Nahrungsmittelriesen Nestlé in die Schweiz wechselt. Die erfolgreiche Entwicklung des Konzerns ist also auch sein Verdienst: Der 53-Jährige hat eng im Vorstandsteam mit Schneider zusammengearbeitet. „Fresenius hat jetzt zum 50. Mal in Folge das Quartalsergebnis des Vorjahres übertroffen“, betonte Sturm in einer Telefonkonferenz zu den Quartalsergebnissen.

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Nach dem unerwarteten Abschied von Ulf Mark Schneider steigt dessen langjähriger Weggefährte Stephan Sturm zum Vorstandsvorsitzenden auf. Analysten und Aufsichtsräte sind voll des Lobes für den bisherigen Finanzchef.

Alle Geschäftsbereiche sind organisch gewachsen, insgesamt legte der Umsatz von April bis Juni um zwei Prozent auf 7,1 Milliarden Euro zu, währungsbereinigt lag der Zuwachs bei fünf Prozent. Das operative Ergebnis konnte um acht Prozent (elf Prozent währungsbereinigt) auf 1,05 Milliarden Euro gesteigert werden.

Hierzu trugen maßgeblich ein zweistelliges Gewinnwachstum bei der größten Konzerntochter Fresenius Medical Care bei. Das ebenfalls im Dax notierte Dialyse-Unternehmen profitierte hier von steigenden Patientenzahlen und seinem Effizienzprogramm. Während der Umsatz um fünf Prozent auf 4,4 Milliarden Dollar stieg, kletterte der operative Gewinn um 17 Prozent auf 641 Millionen Dollar. Fresenius Medical Care macht derzeit 72 Prozent seines Umsatzes in Nordamerika und bilanziert in Dollar.

Zur guten Geschäftsentwicklung von Fresenius trugen nach Aussage von Sturm aber auch die anderen Unternehmensbereiche bei: Die Krankenhaussparte Helios, die um sieben Prozent beim Umsatz und acht Prozent beim operativen Gewinn zulegte, wie auch der Krankenhausdienstleister Vamed, der erfolgreiche Auftragseingänge verbuchte. Ebenso die Ernährungs- und Flüssigmedizin-Sparte Kabi, auch wenn sie rechnerisch bei Umsatz und Gewinn leicht unter dem Vorjahresquartal bliebt. Fresenius hatte sich hier auf eine schwächere Entwicklung eingestellt, zumal die Messlatte mit einem außerordentlich erfolgreichen Vorjahresquartal für die Sparte sehr hoch gelegen hatte.

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