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24.09.2011

17:23 Uhr

Führungspositionen

Daimler-Chef wettert gegen Frauenquote

Daimler-Chef Dieter Zetsche spricht sich deutlich gegen die Einführung einer festen Frauenquote für Führungspositionen in Unternehmen aus. Familienministerin Kristina Schröder macht unterdessen Druck.

"Wohin mit all den Männern?", fragt sich Daimler-Chef Zetsche. Reuters

"Wohin mit all den Männern?", fragt sich Daimler-Chef Zetsche.

Berlin/Frankfurt „Wohin soll ich all die Männer aussortieren? Alle zwangsweise in Rente schicken, damit überhaupt so viele Stellen frei werden?“, sagte Zetsche der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Der Manager bezog sich damit auf frühere Pläne von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) für eine einheitliche Frauenquote in Management-Positionen, denen jedoch wenig Chancen auf Umsetzung eingeräumt werden. Dies sei „schlicht nicht realisierbar“, ereiferte sich Zetsche.

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) kündigte indes an, noch in diesem Jahr einen Gesetzesentwurf für eine flexible Frauenquote in Unternehmen vorlegen. „Die Zeit der reinen Selbstverpflichtungen ist vorbei“, sagte Schröder der „Welt am Sonntag“. Eine feste Frauenquote, wie sie von der Leyen fordere, lehnte sie erneut ab.

„Von einer starren 30-Prozent-Quote halte ich überhaupt nichts. Denn die Verhältnisse in den einzelnen Branchen sind objektiv ganz unterschiedlich.“ Mit ihr werde es „keine Einheitsquote“ geben. Diese halte sie für verfassungsrechtlich bedenklich und ordnungspolitisch falsch.

Bei einem ersten Spitzentreffen im März hatten die Dax-Konzerne vereinbart, bis zum Jahresende eine selbst definierte Quote für Management-Jobs vorzulegen. Schröder will sich am 17. Oktober erneut mit den Vorständen der 30 größten Unternehmen treffen und sehen, welche Zielmarken sie sich gesetzt haben und wie sie sie erreichen wollen.

„Wer das selbst gesetzte Ziel verfehlt oder sich gar nicht erst eine Quote setzt, muss mit harten Sanktionen belegt werden“, machte Schröder klar. Das könnten Geldstrafen, aber auch die Unwirksamkeit von Beschlüssen etwa von Aufsichtsrats- oder Vorstandsbesetzungen sein.

Von

dpa

Kommentare (22)

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Account gelöscht!

24.09.2011, 16:23 Uhr

Die weibliche "verstehende und helfende Aussitzerpolitik" ist total fehl am Platze in der heutigen Zeit der Entscheidungen und Verlässlichkeit. Auf Grund der fehlenden männlichen Falken in Wirtschaft und Politik, weiss keiner mehr woran er wirklich ist und das Vertrauen in die Märkte schwindet zusehens, weil jede(r) aud die andere wartet aber niemand mehr etwas entscheidet.

herbert

24.09.2011, 17:52 Uhr

Wer in einer Firma die Stufen nach Oben kennt, weiß, es geht nach Leistung und Fähigkeit.
Mit anderen Worten, kannst Du was, dann kannst Du auch etwas fordern.
Ist in einer Firma die Frau die Beste für den Führungsposten, dann hat sie den Job. Ist sie aber nicht fähig dann ist der Mann an der Reihe.
So einfach ist das.
Frau Schröder sollte sich um ihr Baby kümmern und die Fachfragen den wirklichen Experten überlassen.

XRay

24.09.2011, 18:44 Uhr

Schröder und Van der Leyen sind zwei CDU-Nullen
des Emanzipations-Opportunismus und zwei Sargnägel der CDU.
Ihre Forderung hat mit Leistung nichts zu tun und ist eine Diskriminierung der Männer durch hirnkranke Politikerinnen,
die meinen, daß ihnen damit emanzipierten Frauen auf den Leim gehen.
Es wird anders kommen, die CDU/CSU wird abgewählt, weil man sieht
jetzt schon, daß die Frauentruppe um Merkel komplett versagt hat.
Ebenso die CDU/CSU Politiker, die diesen Unsinn zugelassen haben.

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