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27.06.2012

12:08 Uhr

Fukushima-Betreiber

Staat übernimmt Kontrolle über Tepco

Seit der Atomkatastrophe ist Tepco ruiniert. Wie es mit dem Konzern weitergeht, soll der japanische Staat entscheiden. Die Aktionäre haben einer Quasi-Verstaatlichung zugestimmt.

Das Logo der Tokyo Electric Power Co (Tepco) vor der Zentrale in Tokio. Reuters

Das Logo der Tokyo Electric Power Co (Tepco) vor der Zentrale in Tokio.

TokioNach der Atomkatastrophe in Fukushima wird künftig der Staat das Zepter beim Energiekonzern Tepco führen. Die Aktionäre stimmten am Mittwoch auf ihrer Hauptversammlung der Quasi-Verstaatlichung des Akw-Betreibers zu. Sie machten den Weg für eine Kapitalerhöhung frei, bei der Aktien im Wert von einer Billion Yen (zehn Milliarden Euro) an den staatlichen Fonds zur Entschädigung der Opfer der Atomkatastrophe ausgeben werden.

Der Staat hält dadurch zunächst 50,11 Prozent an Tepco. Dies kann er zu einer Mehrheit von 75,84 Prozent ausbauen - und den Atomkonzern dann komplett kontrollieren. Damit kann der Staat den Unternehmenskurs bestimmen und beispielsweise die Aufspaltung in mehrere Teile beschließen.

Tepco ist seit der Atomkatastrophe ruiniert. Der Konzern muss die Opfer des Reaktorunglücks entschädigen - mehr als 1,5 Millionen Menschen - und das Akw Fukushima abschreiben. Auch die Kosten für die Aufräumarbeiten trägt Tepco. Dazu kommt, dass das Unternehmen weiterhin für die Energieversorgung im Westen des Landes zuständig ist, einschließlich der Millionenmetropole Tokio. Da kein Atomreaktor des Konzerns mehr am Netz ist, muss Tepco diese Versorgung über zum Teil recht alte Öl- und Gaskraftwerke leisten. Der Brennstoff ist teuer.

Von

afp

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

27.06.2012, 12:46 Uhr

Die Aktionäre haben einer Quasi-Verstaatlichung zugestimmt.
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Wo ist das Problem ?
Rossatom und Areva sind auch Staatsunternehmen .

Gesunder-Menschenverstand

27.06.2012, 19:14 Uhr

Die Meldungen sind so nicht ganz korrekt, denn TEPCO übernimmt defacto aufgrund des japanischen Atomgesetzes keine Haftung, dies ist Sache des Staates. Damit der Staat einer direkten Zahlungsverpflichtung nachkommen kann, die durch den nationaljapanischen Funds befriedigt werden, ist eine Beteilligung (Sie:Quasi-Verstaatlichung) das profundeste Finanzinstrumental. Das Goethe-Institut hat hierzu gleichfalls eine haftungsanalyse veröffentlicht.

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