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11.05.2011

09:43 Uhr

Fukushima-Betreiber

Tepco nimmt Bedingungen für Staatshilfe an

Gestern musste Tepco zähneknirschend eingestehen, mit den Folgen der Atomkatastrophe von Fukushima nicht allein fertig zu werden. nun hat Japan seine Bedingungen genannt, unter denen Tepco Staatshilfe bekommen kann.

Es strahlt immer noch rund um Fukushima. Quelle: Reuters

Es strahlt immer noch rund um Fukushima.

TokioDer Betreiber der Atomruine in Fukushima hat sich mit den Bedingungen zum Erhalt von Staatshilfe einverstanden erklärt. Das teilte Tepco am Mittwoch mit. Die Regierung hatte am Vortag zur Bedingung für staatliche Finanzspritzen gemacht, dass Tepco radikal die Kosten senkt. Außerdem darf das Unternehmen für die Zahlung von Entschädigung an die Opfer der Katastrophe nicht schon im Voraus Höchstgrenzen festsetzen. Außerdem musste sich Tepco damit bereiterklären, dass ein unabhängiger Untersuchungsausschuss das Management und die Finanzlage des Konzerns unter die Lupe nimmt.

Tepco-Chef Masataka Shimizu hatte am Vortag offiziell Staatshilfe angefordert. Ohne die stehe Tepco schon bald vor dem Aus. Dies könne die Entschädigung der Opfer wie auch eine stabile Stromversorgung beeinträchtigen. Für das laufende Geschäftsjahr benötige der Konzern zusätzlich etwa eine Billion Yen (8,6 Milliarden Euro) an Staatshilfe, um Treibstoff für die Stromproduktion anzukaufen. Unterdessen versuchen die Reparaturtrupps im AKW Fukushima weiter, die Reaktoren zu kühlen. Das Kraftwerk war bei dem Erdbeben und dem Tsunami auf den Tag genau vor zwei Monaten stark beschädigt worden.

Tepco hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Rekordverlust verbucht. Unter dem Strich sei im Jahr bis Ende März ein Fehlbetrag von mehr als einer Billion Yen (umgerechnet 8,6 Milliarden Euro) verzeichnet worden, teilte Tokyo Electric Power (Tepco) am Mittwoch mit. Das ist der größte Verlust, den ein Konzern außerhalb des Finanzsektors jemals in Japan gemacht hat. Vor allem die Kosten fürs Herunterfahren der Unglücks-Reaktoren und Abschreibungen auf Vermögenswerte drückten das Ergebnis in die roten Zahlen. Tepco steht kurz davor, Staatshilfen zu erhalten.

Von

rtr

Kommentare (5)

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Herbert

11.05.2011, 07:53 Uhr

Eine gute Gelegenheit, einmal über eine angemessene Haftpflichtversicherung für die Betreiber von Atomkraftwerken nachzudenken.

Wenn in Deutschland ein Atomkraftwerk in die Luft fliegt, zahlt auch der Steuerzahler, weil die Atomkonzerne keine angemessene Haftpflichtversicherung haben. Prognos hat im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums die Kosten einer Atomkatastrophe in Deutschland geschätzt:

Kosten einer schweren Atomkatastrophe in Deutschland laut Prognos: 10.000 Milliarden.

Deckungssumme der Haftpflichtversicherung der Betreiber: 0,25 Milliarden.

Wer unter diesen Umständen auch noch über weitere Steuergeschenke für die Atomindustrie in Form von gestrichenen Brennstoffsteuern nachdenkt, dem ist nicht mehr zu helfen.

Herbert

11.05.2011, 08:05 Uhr

"Eons neue Prognose für 2011: Netto-Gewinn zwischen 3,0 und 3,7 Milliarden Euro"

Drei Milliarden Gewinn auf unsere Kosten, aber für die Sanierung der Asse soll der einfache Steuerzahler mit bis zu 6 Milliarden Euro bluten. Wenn der Konzern jetzt auch noch den normalen Steuerzahler verklagen will, um Steuergeschenke in Form von gestrichenen Brennstoffsteuern zu erzwingen, darf er sich nicht über die Stimmung in der Bevölkerung wundern.

InfoWarrior

11.05.2011, 09:37 Uhr

Ich habe ihnen doch schon mehrfach versucht klarzumachen, dass sie keine Ahnung haben. Kapieren sie es doch einfach mal. Die von ihnen genannten zahlen sind einfach schwachsinnig und sie werden nicht besser, wenn sie sie permanent wiederholen. Schlüsseln sie doch mal auf, welche kosten z.b. Im Falle von phillipsburg auf uns zukommen.

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