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12.08.2014

18:06 Uhr

Fusion mit Chrysler

Fiat wehrt sich gegen skeptische Anteilseigner

Einige Aktionäre sehen die Pläne Fiats skeptisch, mit Chrysler zu fusionieren. Bisher nutzt die Fraktion die Notwendigkeit ihrer Zustimmung als Druckmittel. Doch die Chefs machen klar, dass sie sich nicht bremsen lassen.

Sergio Marchionne will sich von Aktionären nicht an seinen Plänen hindern lassen. AFP

Sergio Marchionne will sich von Aktionären nicht an seinen Plänen hindern lassen.

MailandFiat zeigt sich unbeugsam im Streit mit Aktionären über die geplante Verschmelzung mit Chrysler. Das Management machte am Dienstag deutlich, dass es auf keinen Fall mehr Geld in die Hand nehmen will, um Fusionsgegnern deren Anteile abzukaufen. Der italienische Autobauer hat hierfür höchstens 500 Millionen Euro veranschlagt. Der Chef von Fiat und Chrysler, Sergio Marchionne, hatte jüngst Spekulationen über ein Scheitern der Fusion beider Konzern als übertrieben zurückgewiesen. Sollte ein Zusammenschluss aber zunächst scheitern, werde man einen neuen Anlauf nehmen.

Marchionne will die beiden Autohersteller zu Fiat Chrysler Automobiles (FCA) mit Sitz in den Niederlanden verschmelzen. Mit Hilfe des Geldes aus einem Börsengang in den USA will er dann seine Reformpläne finanzieren. Allerdings sind an die Fusion eine Reihe von Bedingungen geknüpft. Dazu gehört, dass nur eine gewisse Zahl von Aktionären von ihrem Recht Gebrauch machen darf, ihre Anteile zum Festpreis zu verkaufen. Fiat hat entschieden, nicht mehr als 500 Millionen Euro auszugeben, um Fusionsgegnern ihre Aktie für 7,73 Euro pro Stück abzukaufen. Diese Schwelle wäre erreicht, wenn sich fünf Prozent des Kapitals dafür entscheiden.

Nun erklärte Fiat, keine Hauptversammlung einzuberufen, die die Obergrenze von 500 Millionen Euro aufheben oder erhöhen soll. Sollte die Marke überschritten werden, könne zwar ein Aktionärstreffen nötig werden. Dieses würde dann aber über einen neuen Fusionsplan abstimmen, der wiederum einen neuen Festpreis für den Aktienaufkauf vorsähe. Dieser dürfte Experten zufolge geringer ausfallen als der aktuelle, da die Fiat-Aktien zuletzt nachgegeben haben.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr peter Spirat

12.08.2014, 18:46 Uhr

Keinen Stress bitte.

Wenn Volkswagen dort eingestiegen ist, rollt der Zug wieder zuverlässig. Bisher haben noch alle Töchter davon profitiert, dass sie unter das Dach einer Firma kommen, wo noch Ingenieure das wirklich Sagen haben und wo es um Technik und Dienst am Kunden geht.

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