Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

30.08.2012

16:21 Uhr

Fusion von Glencore und Xstrata

Golfstaat Katar will den Preis nach oben treiben

Der Golfstaat Katar lässt sich nicht umstimmen: Der Xstrata-Großaktionär hält das Angebot von Glencore über 30 Milliarden Dollar nach wie vor für zu gering. Dem Zusammenschluss der Rohstoff-Giganten droht damit das Aus.

Der Golfstaat Katar, der 12 Prozent am Bergbaukonzern Xstrata hält, will die Fusion mit Glencore möglicherweise verhindern. dpa

Der Golfstaat Katar, der 12 Prozent am Bergbaukonzern Xstrata hält, will die Fusion mit Glencore möglicherweise verhindern.

London.Rund eine Woche vor der Aktionärsabstimmung über den Zusammenschluss der Rohstoffriesen Xstrata und Glencore hat Großaktionär Katar Widerstand angekündigt. Der Staatsfonds Katar Holding teilte am Donnerstag mit, gegen das vorliegende Kaufgebot von Glencore für den Bergbaukonzern Xstrata im Volumen von 30 Milliarden Dollar zu votieren. Allerdings ließ der Investor noch die Tür für ein Gelingen offen. Im Grundsatz sei man nicht gegen das Geschäft, doch der Preis sei zu gering, teilte Katar Holding mit.

Auf Basis der vorliegenden Offerte sollen 2,8 neue Glencore-Aktien für je eine existierende Xstrata-Aktie gezahlt werden. Katar werde daher bei der außerordentlichen Xstrata-Hauptversammlung am 7. September gegen das vorliegende Angebot stimmen, teilte der Fonds mit. Katar Holding hält zwölf Prozent an Xstrata und ist damit nach Glencore zweitgrößter Aktionär.

Fusion der Rohstoff-Riesen: Glencore erhöht den Einsatz im Poker um Xstrata

Fusion der Rohstoff-Riesen

Glencore erhöht den Einsatz im Xstrata-Poker

Der Kauf des Minenkonzerns Xstrata wird von Katar torpediert.

Der Fonds hat sich bislang in der Angelegenheit erst einmal öffentlich zu Wort gemeldet: im Juni. Damals stellte Katar Holdings Preisnachforderungen. Der Fonds hatte damals 3,25 neue Glencore-Aktien je Xsrata-Aktie genannt.

Die Fusion zwischen dem Rohstoffhändler Glencore und dem Bergbaukonzern wäre der größte Zusammenschluss in der Branche seit 2007, als der australische Bergbauriese Rio Tinto den Aluminiumkonzern Alcan für 38 Milliarden Dollar übernahm.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×