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10.11.2015

16:55 Uhr

Gabelstapler

Jungheinrich heimst viele Aufträge ein

Ein starkes Neugeschäft bringt Gabelstaplerhersteller Jungheinrich auf Kurs: Der Auftragseingang stieg im dritten Quartal um fast 15 Prozent. Auch seinen Umsatz und seinen Betriebsgewinn konnte der Konzern steigern.

Ein Angestellter fährt mit einem Schubmaststapler SNG-ETV 214 durch die Produktionshalle von Jungheinrich in Norderstedt bei Hamburg. dpa

Jungheinrich

Ein Angestellter fährt mit einem Schubmaststapler SNG-ETV 214 durch die Produktionshalle von Jungheinrich in Norderstedt bei Hamburg.

HamburgDer Gabelstaplerhersteller Jungheinrich sieht sich dank eines starken Neugeschäfts auf Kurs für seine erhöhten Ziele. Der Auftragseingang kletterte im Zeitraum Juli bis September überraschend stark um fast 15 Prozent auf 720 Millionen Euro, wie der Konzern am Dienstag in Hamburg mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem Ordereingang von 692 Millionen Euro gerechnet.

Der Betriebsgewinn (Ebit) stieg zugleich um 13 Prozent auf knapp 53 Millionen Euro. Etwa soviel war erwartet worden. Der Umsatz erhöhte sich um acht Prozent auf 665 Millionen Euro.

Der Branchenvierte bekräftigte die im August erhöhte Prognose, wonach Auftragseingang und Konzernumsatz je in einer Spanne zwischen 2,7 und 2,8 (Vorjahr: jeweils 2,5) Milliarden Euro liegen sollen. Das operative Ergebnis soll zwischen 195 und 205 (193) Millionen liegen.

Die größten Maschinenbauer Deutschlands

Platz 11 – Stihl

Umsatz in 2013: 2,81 Milliarden Euro

Stihl ist ein schwäbisches Familienunternehmen mit Hauptsitz in Waiblingen-Neustadt, tätig in über 160 Ländern. Stihl entwickelt, fertigt und vertreibt motorbetriebene Geräte für die Forstwirtschaft, Landschaftspflege und die Bauwirtschaft.

Platz 10 – Rolls-Royce Power Systems

Umsatz 2013: 3,35 Milliarden Euro

Die deutsche Firma mit Hauptsitz in Friedrichshafen hieß bis Januar 2014 noch Tognum. Sie bietet Dieselmotoren und Antriebssysteme an und ist seit 2007 an der Börse notiert.

Platz 9 – SMS Group

Umsatz 2013: 3,5 Milliarden Euro

Die SMS Group ist der Dachgesellschaft SMS Holding GmbH untergeordnet und verarbeitet Stahl und Nichteisenmetalle. Alleinaktionär ist die Familie um den deutschen Unternehmer Heinrich Weiss.

Platz 8 – MAN

Umsatz 2014: 3,75 Milliarden Euro (MAN Power Engineering)

Die „Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg“ wurde bereits 1758 gegründet und war zunächst für Eisenverarbeitung zuständig. Seit 2011 hält Volkswagen die Mehrheit am Konzern.

Platz 7 – Gea

Umsatz 2014: 4,52 Milliarden Euro

Das börsennotierte Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Düsseldorf und ist auf die Herstellung von Prozesstechnik und Komponenten im Maschinenbau spezialisiert. Es wurde 1881 gegründet.

Platz 6 – Kion

Umsatz 2014: 4,68 Milliarden Euro

Die Wiesbadener Kion-Gruppe wurde 2006 gegründet, baut Gabelstapler und Lagertechnikgeräte. Sie ging aus der Linde AG hervor und ist seit 2013 an der Börse.

Platz 5 - Knorr Bremse

Umsatz 2014: 5,2 Milliarden Euro

Das Unternehmen aus München ist der weltweit führende Hersteller von Bremssystemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge. gegründet wurde es 1905 in Berlin.

Platz 4 – Voith

Umsatz im Geschäftsjahr 2013/14: 5,35 Milliarden Euro

Die Wurzeln des Heidenheimer Maschinenbau-Unternehmens gehen bis in das Jahr 1867 zurück. Voith befindet sich im Besitz der Gründerfamilie. Das Unternehmen beliefert unter anderem Wasserwerke, Automobilhersteller und die Papierindustrie.

Platz 3 – Thyssen-Krupp

Umsatz 2014: 6,27 Milliarden Euro (nur Thyssen-Krupp Industrial Solutions)

Deutschlands größter Stahlkonzern sitzt in Essen und entstand 1999 in Folge der Fusion von Hoesch-Krupp und Thyssen. Die historischen Wurzeln reichen in die Phase der industriellen Revolution in Deutschland zurück.

Platz 2 – Linde

Umsatz 2014: 17,05 Milliarden Euro

Die Linde-Gruppe sitzt in München und betreibt weltweit ihr Kerngeschäft mit Gasen und Prozess-Anlagen. Das 1879 gegründete Unternehmen ist börsennotiert und im Dax gelistet.

Platz 1 – Siemens

Umsatz im Geschäftsjahr 2013/14: 17,06 Milliarden Euro (nur Siemens Industry)

Das Dax-Unternehmen mit Sitz in Berlin und München ist Deutschlands größter Technologiekonzern. Die Firma wurde 1847 von Werner Siemens gegründet und setzt den Fokus auf Elektrotechnik.

Das Unternehmen mit weltweit gut 13.000 Beschäftigten profitiert von der robusten Nachfrage in Europa, den USA und Asien. In Westeuropa rechnet das Management in den kommenden Monaten mit einem weiteren Marktwachstum, wenn auch nicht mehr so dynamisch wie zuletzt. Dies gelte, mit Ausnahme Russlands, auch für Osteuropa. Für den russischen Markt sei auch im Schlussquartal keine wesentliche Verbesserung zu erwarten.

In Asien geht Jungheinrich – mit Ausnahme von China – ebenfalls von einem weiteren Wachstum aus. In der Volksrepublik werde nur das Segment Lagertechnik zulegen, das Jungheinrich bedient. Auch das Wachstum des nordamerikanischen Marktes werde sich fortsetzen.

Von

rtr

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