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11.08.2015

11:58 Uhr

Gabelstaplerbauer

Jungheinrich steigert die Prognose

Der Gabelstaplerbauer Jungheinrich verbucht für das zweite Quartal zweistellige Wachstumsraten. Die Auftragslage ist so gut, dass das Unternehmen nun die Prognose für das Gesamtgeschäftsjahr steigert.

Die Geschäfte in Russland und China schwächeln, für die Märkte in Westeuropa und Nordamerika erwartet das Unternehmen aber Wachstum. dpa

Gabelstaplerbauer Jungheinrich

Die Geschäfte in Russland und China schwächeln, für die Märkte in Westeuropa und Nordamerika erwartet das Unternehmen aber Wachstum.

DüsseldorfDer Gabelstaplerbauer Jungheinrich blickt nach einem starken Neugeschäft und zweistelligen Wachstumsraten im zweiten Quartal optimistischer auf das Geschäftsjahr. Auch wenn die Nachfrage in Russland und China nachlasse, so seien die wirtschaftlichen Aussichten insgesamt gut und die Orderbücher weiter gut gefüllt, erklärte Konzernchef Hans-Georg Frey am Dienstag.

Sowohl in Westeuropa als auch in Nordamerika erwarte das Unternehmen Wachstum, ebenso in Asien. „Auf Basis dieser insgesamt positiven Konjunktureinschätzungen und vor dem Hintergrund unserer anhaltend guten Auftragslage erhöhen wir unsere Prognose für das Gesamtjahr 2015.“

Das Unternehmen mit weltweit mehr als 12.500 Mitarbeitern erwartet nun einen Auftragseingang und einen Konzernumsatz in einer Spanne zwischen 2,7 und 2,8 (Vorjahr: jeweils 2,5) Milliarden Euro an, bislang lag das Ziel zwischen 2,6 bis 2,7 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (Ebit) soll zwischen 195 und 205 (193) Millionen Euro liegen, bislang hatte der Vorstand zwischen 190 und 200 Millionen Euro prognostiziert.

Das Vorsteuerergebnis soll 180 bis 190 Millionen Euro betragen. Die Neuigkeiten kamen an der Börse gut an: Die Aktie stieg an der MDax -Spitze um bis zu 2,7 Prozent auf ein Rekordhoch von 68,65 Euro.

Die größten Maschinenbauer Deutschlands

Platz 11 – Stihl

Umsatz in 2013: 2,81 Milliarden Euro

Stihl ist ein schwäbisches Familienunternehmen mit Hauptsitz in Waiblingen-Neustadt, tätig in über 160 Ländern. Stihl entwickelt, fertigt und vertreibt motorbetriebene Geräte für die Forstwirtschaft, Landschaftspflege und die Bauwirtschaft.

Platz 10 – Rolls-Royce Power Systems

Umsatz 2013: 3,35 Milliarden Euro

Die deutsche Firma mit Hauptsitz in Friedrichshafen hieß bis Januar 2014 noch Tognum. Sie bietet Dieselmotoren und Antriebssysteme an und ist seit 2007 an der Börse notiert.

Platz 9 – SMS Group

Umsatz 2013: 3,5 Milliarden Euro

Die SMS Group ist der Dachgesellschaft SMS Holding GmbH untergeordnet und verarbeitet Stahl und Nichteisenmetalle. Alleinaktionär ist die Familie um den deutschen Unternehmer Heinrich Weiss.

Platz 8 – MAN

Umsatz 2014: 3,75 Milliarden Euro (MAN Power Engineering)

Die „Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg“ wurde bereits 1758 gegründet und war zunächst für Eisenverarbeitung zuständig. Seit 2011 hält Volkswagen die Mehrheit am Konzern.

Platz 7 – Gea

Umsatz 2014: 4,52 Milliarden Euro

Das börsennotierte Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Düsseldorf und ist auf die Herstellung von Prozesstechnik und Komponenten im Maschinenbau spezialisiert. Es wurde 1881 gegründet.

Platz 6 – Kion

Umsatz 2014: 4,68 Milliarden Euro

Die Wiesbadener Kion-Gruppe wurde 2006 gegründet, baut Gabelstapler und Lagertechnikgeräte. Sie ging aus der Linde AG hervor und ist seit 2013 an der Börse.

Platz 5 - Knorr Bremse

Umsatz 2014: 5,2 Milliarden Euro

Das Unternehmen aus München ist der weltweit führende Hersteller von Bremssystemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge. gegründet wurde es 1905 in Berlin.

Platz 4 – Voith

Umsatz im Geschäftsjahr 2013/14: 5,35 Milliarden Euro

Die Wurzeln des Heidenheimer Maschinenbau-Unternehmens gehen bis in das Jahr 1867 zurück. Voith befindet sich im Besitz der Gründerfamilie. Das Unternehmen beliefert unter anderem Wasserwerke, Automobilhersteller und die Papierindustrie.

Platz 3 – Thyssen-Krupp

Umsatz 2014: 6,27 Milliarden Euro (nur Thyssen-Krupp Industrial Solutions)

Deutschlands größter Stahlkonzern sitzt in Essen und entstand 1999 in Folge der Fusion von Hoesch-Krupp und Thyssen. Die historischen Wurzeln reichen in die Phase der industriellen Revolution in Deutschland zurück.

Platz 2 – Linde

Umsatz 2014: 17,05 Milliarden Euro

Die Linde-Gruppe sitzt in München und betreibt weltweit ihr Kerngeschäft mit Gasen und Prozess-Anlagen. Das 1879 gegründete Unternehmen ist börsennotiert und im Dax gelistet.

Platz 1 – Siemens

Umsatz im Geschäftsjahr 2013/14: 17,06 Milliarden Euro (nur Siemens Industry)

Das Dax-Unternehmen mit Sitz in Berlin und München ist Deutschlands größter Technologiekonzern. Die Firma wurde 1847 von Werner Siemens gegründet und setzt den Fokus auf Elektrotechnik.

Im zweiten Quartal wuchs Jungheinrich etwas stärker als von Analysten erwartet. Schwäche zeigten jedoch sowohl der Markt in Russland als auch China. Insgesamt legte der Umsatz um 13 Prozent auf 680 Millionen Euro zu. Der operative Gewinn (Ebit) stieg im Vorjahresvergleich um 21,3 Prozent auf 56,3 Millionen Euro. Unter dem Strich verbesserte sich der Gewinn um 21,2 Prozent auf 36,6 Millionen Euro.

Jungheinrich hat sich für sein weiteres Wachstum ehrgeizige Ziele gesetzt. Bis 2020 soll der Umsatz in Richtung vier Milliarden Euro wachsen, um den Abstand zur Spitze zu verringern. Dazu wollen die Hamburger den Vertrieb weltweit ausbauen und weiße Flecken auf der Landkarte tilgen. Daneben setzt das Management auch auf das wachsende Logistik-Systemgeschäft, bei dem Jungheinrich als Dienstleister alles anbietet – vom Gabelstapler bis zur Software für die Steuerung der Lager.

Zur Stärkung des Geschäfts übernahmen die Hanseaten nun die Münchener MIAS Group. Das Maschinenbauunternehmen ist in der Lager- und Transporttechnik aktiv und setzte 2014 mit über 300 Mitarbeitern rund 40 Millionen Euro um.

Nach der Übernahme des japanischen Rivalen UniCarriers durch Mitsubishi rutschten die Hamburger auf Branchenplatz Vier von Drei. Marktführer ist Toyota, gefolgt von der Wiesbadener Kion. Derzeit ist Jungheinrich etwa halb so groß wie Kion.

Von

rtr

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