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31.08.2012

12:26 Uhr

Gabelstaplerhersteller

Chinesischer Konzern steigt bei Kion ein

Der Nutzfahrzeugproduzent Weichai Power steigt mit 25 Prozent beim weltweit führenden Hersteller von Stapelfahrzeugen ein. Der Kauf gilt als bisher größte Investition aus China in Deutschland.

Gabelstapler der zur Kion-Gruppe gehörenden Marke Still. dpa

Gabelstapler der zur Kion-Gruppe gehörenden Marke Still.

WiesbadenDer chinesische Nutzfahrzeugproduzent Weichai Power steigt mit 25 Prozent beim Gabelstaplerhersteller Kion ein. Dies teilten beide Unternehmen am Freitag in Wiesbaden mit. Weichai Power werde insgesamt 738 Millionen Euro bei Kion investieren, das den Finanzinvestoren Kohlberg Kravis Roberts (KKR) und Goldman Sachs gehört.

Kion ist einer der weltweit führenden Hersteller von Stapelfahrzeugen und war bis 2006 Teil des Industriegasekonzerns Linde. Weichai gehört zum chinesischen Baumaschinenproduzenten Shandong Heavy Industry. Der Kauf gilt als bisher größte Investition aus China in Deutschland.

Der Gabelstaplerhersteller hält auch nach dem Einstieg an seinen Plänen für einen späteren Börsengang fest. "Das bleibt unser gemeinsames Ziel", sagte Konzernchef Gordon Riske. Durch den Einstieg der Chinesen werde dies erreichbarer. Einen konkreten Zeitplan nannte Riske allerdings nicht. Kion konzentriere sich vorrangig auf das operative Geschäft.

Diese deutschen Firmen gehören jetzt Chinesen

Putzmeister

Der Betonpumpen-Weltmarktführer Sany Heavy Industry übernimmt im Januar 2012 das schwäbische Unternehmen für gut 320 Millionen Euro.

Kiekert

Der Pekinger Automobilzulieferer Lingyun übernimmt 2012 den Weltmarktführer für Pkw-Schließsysteme aus Heiligenhaus (NRW).

Schwing

Die Xuzhou Construction Machinery Group (XCMG) wird im April 2012 Mehrheitseigener des westfälischen Betonpumpenherstellers. Der Verkaufspreis des Herner Unternehmens soll bei rund 300 Millionen Euro liegen.

Kion

2012 steigt der chinesische Nutzfahrzeugproduzent Weichai Power beim Gabelstaplerhersteller Kion ein. Die Chinesen kaufen zunächst für 467 Millionen Euro 25 Prozent an Kion und steigern 2015 ihren Anteil auf 38,25 Prozent. Außerdem erhält der Investor für 271 Millionen Euro eine Mehrheitsbeteiligung von 70 Prozent an der Hydrauliksparte Kions.

Solibro

Das insolvente Solarunternehmen Q-Cells vereinbart im Juni 2012 den Verkauf seiner Tochterfirma mit Sitz in Bitterfeld-Wolfen an die Pekinger Hanergy Holding Group.

Sunways

Der Konstanzer Photovoltaik-Konzern ging 2012 zum Schnäppchenpreis an den chinesischen Solarriesen LDK Solar. Doch 2013 und 2014 reichte Sunways jeweils einen Insolvenzantrag ein. Teile des Unternehmens wurden in der Folge an den chinesischen Solarkonzerns Shunfeng verkauft.

Tailored Blanks

Der Industriegüterkonzern Thyssen-Krupp schließt 2013 den Verkauf seiner Tochter an den chinesischen Stahlkonzern Wuhan Iron and Steel (Wisco) ab. Zum Preis machen beide Seiten keine Angaben.

Koki Technik Transmission Systems

Das chinesische Unternehmen Avic Electromechanical Systems (Avicem) – eine Tochter der staatlichen Unternehmensgruppe Aviation Industry Corporation of China (Avic) – übernimmt 2014 den sächsischen Autozulieferer. Ein Kaufpreis wird nicht genannt.

Hilite

Avic übernimmt 2014 für 473 Millionen Euro den deutschen Autozulieferer.

Krauss-Maffei

Im Januar 2016 verkauft Onex den Münchener Spezialmaschinenbauer Krauss-Maffei an ein Konsortium um die staatliche National Chemical Corporation (Chemchina). Der größte Chemiekonzern des Landes zahlt 925 Millionen Euro für den traditionsreichen Hersteller von Spritzgießmaschinen für die Kunststoff- und Gummi-Verarbeitung.

EEW

Die chinesische Holding Beijing Enterprises kauft im Februar 2016 den Abfallkonzern EEW Energy from Waste aus Helmstedt für 1,438 Milliarden Euro. Verkäufer ist der schwedische Investor EQT. EEW hat nach eigenen Angaben 1050 Mitarbeiter. Die 18 Anlagen der Gruppe können jährlich rund 4,7 Millionen Tonnen Abfall zu Energie machen und umweltschonend beseitigen. Die Fabriken erzeugen Prozessdampf für Industriebetriebe, Fernwärme für Wohngebiete und Strom für umgerechnet rund 700.000 Haushalte.

Manz

Die Shanghai Electric Group steigt im Frühjahr mit Anteilen von etwa 20 Prozent bei dem angeschlagenen Maschinenbauer ein.

Kuka

Das Augsburger Unternehmen Kuka baut nicht nur Roboter, sondern ist auch Systemanbieter rund um die digital vernetzte Industrie. Der chinesische Midea-Konzern hat Kuka ein Übernahmeangebot im Umfang von 4,5 Milliarden Euro gemacht und mit dessen Hilfe knapp 95 Prozent der Kuka-Anteile übernommen.

Von

dpa

Kommentare (1)

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pro-d

31.08.2012, 12:59 Uhr

hihi, also das ist ja alles krass.

Diese ganze Stimmungsmache gegen China ist also ein konzertierte Aktion der Westalliierten, damit wir NIE wieder auf eigene Beine kommen sollen.

Einschließlich der EU-Schmarotzer geht es denen doch nur darum, dass wir als DEUTSCHLAND nie wieder nach oben kommen.


Wie es aussieht, werden wir mit China wieder hoch kommen. Denn wir sind in China immer willkommen, dagegen will man die Amis und Engländer und andere Parasiten in China nicht so gerne haben. Genial und die deutschen Medien machen dieses dreckige Spiel gegen unsere Zukunft voll mit.

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