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03.06.2014

09:38 Uhr

Gabelstaplerhersteller

Jungheinrich strotzt vor Optimismus

Im ersten Quartal hat Jungheinrich einen deutlichen Gewinnanstieg verzeichnet, nun schließt der Gabelstaplerhersteller eine weitere Prognoseanhebung nicht aus. Dabei setzt der Konzern auf ambitionierte Jahresziele.

Die Gabelstaplerproduktion läuft bei Jungheinrich auf Hochtouren: Bei gutem Geschäftsverlauf könnte die Prognose erneut angehoben werden. obs

Die Gabelstaplerproduktion läuft bei Jungheinrich auf Hochtouren: Bei gutem Geschäftsverlauf könnte die Prognose erneut angehoben werden.

FrankfurtDie Geschäfte des Gabelstaplerherstellers Jungheinrich laufen rund. „Die ersten fünf Monate 2014 sind für uns sehr gut gelaufen“, sagte Jungheinrich-Chef Hans-Georg Frey der „Börsen-Zeitung“ (Dienstagausgabe) in einem Interview. „Dass wir die Prognose bei weiterhin gutem Geschäftsverlauf in den nächsten Monaten noch einmal anheben werden, will ich nicht ausschließen.“

Nach einem Gewinnsprung im ersten Quartal hatte sich Jungheinrich Anfang Mai höhere Ziele gesetzt. Der Konzern rechnet 2014 nun mit einem Umsatz zwischen 2,4 und 2,5 Milliarden Euro und einem Betriebsgewinn zwischen 175 und 185 Millionen Euro. „Um die Größe, die wir auf Dauer für ausreichend halten, zu erreichen, müssen wir schneller wachsen.“ Mittelfristig wolle Jungheinrich einen Umsatz von drei Milliarden Euro erreichen, sagte Frey, der sich nicht auf ein bestimmtes Jahr festlegen wollte. „Wir haben intern ehrgeizige Ziele, über die wir aber nicht öffentlich sprechen“, sagte der Jungheinrich-Chef.

Die größten Maschinenbauer Deutschlands

Platz 10 – Rolls-Royce Power Systems

Umsatz 2012: 3,02 Milliarden Euro

Die deutsche Firma mit Hauptsitz in Friedrichshafen hieß bis Januar 2014 noch Tognum. Sie bietet Dieselmotoren und Antriebssysteme an und ist seit 2007 an der Börse notiert.

Platz 9 – SMS Group

Umsatz 2012: 3,24 Milliarden Euro

Die SMS Group ist der Dachgesellschaft SMS Holding GmbH untergeordnet und verarbeitet Stahl und Nichteisenmetalle. Alleinaktionär ist die Familie um den deutschen Unternehmer Heinrich Weiss.

Platz 8 – MAN

Umsatz 2012: 4,26 Milliarden Euro (MAN Power Engineering)

Die „Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg“ wurde bereits 1758 gegründet und war zunächst für Eisenverarbeitung zuständig. Seit 2011 hält Volkswagen die Mehrheit am Konzern.

Platz 7 – Knorr-Bremse

Umsatz 2012: 4,3 Milliarden Euro

Das größte Unternehmen für Bremssysteme von Schienen- und Nutzfahrzeugen wurde 1905 gegründet und ist nicht an der Börse notiert. Der Hauptsitz liegt in München.

Platz 6 – Kion

Umsatz 2012: 4,73 Milliarden Euro

Die Wiesbadener Kion Group wurde 2006 gegründet, baut Gabelstapler und Lagertechnikgeräte. Sie ging aus der Linde AG hervor und ist seit 2013 an der Börse.

Platz 5 – Thyssen-Krupp

Umsatz 2012: 5,64 Milliarden Euro (Thyssen-Krupp Industrial Solutions)

Deutschlands größter Stahlkonzern sitzt in Essen und entstand 1999 in Folge der Fusion von Hoesch-Krupp und Thyssen. Die historischen Wurzeln reichen in die Phase der industriellen Revolution in Deutschland zurück.

Platz 4 – Gea

Umsatz 2012: 5,72 Milliarden Euro

Das börsennotierte Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Düsseldorf und ist auf die Herstellung von Prozesstechnik und Komponenten im Maschinenbau spezialisiert. Es wurde 1881 gegründet.

Platz 3 – Voith

Umsatz Geschäftsjahr 2012/13: 5,73 Milliarden Euro

Die Wurzeln des Heidenheimer Maschinenbau-Unternehmens gehen bis in das Jahr 1867 zurück. Voith befindet sich im Besitz der Gründerfamilie. Das Unternehmen beliefert unter anderem Wasserwerke, Automobilhersteller und die Papierindustrie.

Platz 2 – Linde

Umsatz 2012: 15,28 Milliarden Euro

Die Linde Group sitzt in München und betreibt weltweit ihr Kerngeschäft mit Gasen und Prozess-Anlagen. Das 1879 gegründete Unternehmen ist börsennotiert und im Dax gelistet.

Platz 1 – Siemens

Umsatz Geschäftsjahr 2012/13: 18,59 Milliarden Euro (Siemens Industry)

Das Dax-Unternehmen mit Sitz in Berlin und München ist Deutschlands größter Technologiekonzern. Die Firma wurde 1847 von Werner Siemens gegründet und setzt den Fokus auf Elektrotechnik.

Dabei schließt der Kion-Konkurrent größere Zukäufe aus. „Wir gehören nicht zu den Unternehmen, die einen Wettbewerber übernehmen“, sagte Frey. Vorstellbar seien allenfalls kleinere Akquisitionen, um Technologien abzurunden.

Die Ukraine-Krise belaste Jungheinrich bislang kaum. „Unser Umsatzvolumen in der Ukraine ist mit 10 Millionen Euro gering“, sagte Frey. „Bislang gehe ich davon aus, dass die Risiken überschaubar bleiben.“ In Russland spüre Jungheinrich zwar im Geschäft mit Neufahrzeugen einen deutlichen Rückgang, doch dank des Vermietgeschäfts und des Kundendiensts sei die Position insgesamt sehr stabil.

Von

rtr

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