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16.01.2009

22:38 Uhr

Gabelstaplerhersteller

Kion schickt Beschäftigte in Kurzarbeit

Nun reagiert auch Kion auf die Wirtschaftskrise: Europas größter Gabelstaplerhersteller plant offenbar, die Beschäftigten in den deutschen Werken in Kurzarbeit zu schicken. Über tausend Mitarbeiter sind davon betroffen.

HB BERLIN. Nach Informationen der Zeitung "Die Welt" sollen 1 200 Mitarbeiter am Standort Hamburg ab Februar in Kurzarbeit gehen. Im Werk in Aschaffenburg seien rund 1 000 Beschäftigte betroffen, am Standort Reutlingen mehrere hundert Mitarbeiter. Ein Konzernsprecher bestätigte dem Blatt die Informationen. Die Kurzarbeit sei zunächst bis Ende März geplant, sagte er. In Aschaffenburg seien Verhandlungen mit Arbeitnehmervertretern bereits abgeschlossen und Kurzarbeit beantragt. In Hamburg sei man sich mit dem Betriebsrat prinzipiell einig.

Der Wiesbadener Konzern reagiere damit auf einen Einbruch bei den Bestellungen. Momentan spüre man die Wirtschaftskrise deutlich beim Auftragseingang, zitiert die "Welt" den Hamburger Betriebsrat Kay Pietsch, der auch im Aufsichtsrat des Konzerns sitze. "Bei vielen unserer Kunden herrscht Budgetunsicherheit und daher wurde vieles erst mal gestoppt", sagte Pietsch. Der Betriebsrat rechne allerdings nicht damit, dass die Wirtschaftskrise das Unternehmen ähnlich hart treffe wie die Autobranche. "Wir haben keine hausgemachten Probleme bei unserer Produktpalette, uns treffen Ereignisse von außen."

Kion war im Jahr 2006 aus der Gabelstaplersparte des Gasekonzerns Linde hervorgegangen. Das Unternehmen gehöre den Finanzinvestoren KKR und Goldman Sachs Capital Partners und beschäftige weltweit 21 000 Menschen, davon 8 400 in Deutschland.

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