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13.05.2015

14:55 Uhr

Gabelstaplerhersteller

Kion will Konkurrent Unicarriers schlucken

Der Gabelstaplerhersteller Kion hat ein millionenschweres Übernahmeangebot für den japanischen Konkurrenten Unicarriers abgegeben. Die Wiesbadener streben einen Zugang zum japanischen Markt an. Doch es gibt Konkurrenz.

Der Wiesbadener Gabelstaplerhersteller Kion treibt die millionenschwere Übernahme des japanischen Konkurrenten Unicarriers voran. dpa

Kion strebt nach Japan

Der Wiesbadener Gabelstaplerhersteller Kion treibt die millionenschwere Übernahme des japanischen Konkurrenten Unicarriers voran.

WiesbadenDer weltweit zweitgrößte Gabelstaplerhersteller Kion plant einen millionenschweren Zukauf. Der Wiesbadener Konzern hat nach Informationen der Finanznachrichtenagentur dpa-AFX für den japanischen Konkurrenten Unicarriers ein endgültiges Angebot abgegeben. Ein Unternehmenssprecher wollte sich am Mittwoch nicht zu dem Vorgang äußern. Zuvor hatte die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ über die Offerte berichtet.

Kion-Chef Gordon Riske hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 Marktführer Toyota an der Spitze der Branche abzulösen. Durch die Übernahme Unicarriers würden die Wiesbadener im japanischen Markt Fuß fassen. Das Unternehmen verfügt über einen Jahresumsatz von umgerechnet 1,3 Milliarden Euro, unter dem Dach der Japaner wird unter anderem die Marke Nissan geführt. Noch mindestens ein Mitbieter soll den Angaben zufolge im Rennen sein.

Die größten Maschinenbauer Deutschlands

Platz 11 – Stihl

Umsatz in 2013: 2,81 Milliarden Euro

Stihl ist ein schwäbisches Familienunternehmen mit Hauptsitz in Waiblingen-Neustadt, tätig in über 160 Ländern. Stihl entwickelt, fertigt und vertreibt motorbetriebene Geräte für die Forstwirtschaft, Landschaftspflege und die Bauwirtschaft.

Platz 10 – Rolls-Royce Power Systems

Umsatz 2013: 3,35 Milliarden Euro

Die deutsche Firma mit Hauptsitz in Friedrichshafen hieß bis Januar 2014 noch Tognum. Sie bietet Dieselmotoren und Antriebssysteme an und ist seit 2007 an der Börse notiert.

Platz 9 – SMS Group

Umsatz 2013: 3,5 Milliarden Euro

Die SMS Group ist der Dachgesellschaft SMS Holding GmbH untergeordnet und verarbeitet Stahl und Nichteisenmetalle. Alleinaktionär ist die Familie um den deutschen Unternehmer Heinrich Weiss.

Platz 8 – MAN

Umsatz 2014: 3,75 Milliarden Euro (MAN Power Engineering)

Die „Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg“ wurde bereits 1758 gegründet und war zunächst für Eisenverarbeitung zuständig. Seit 2011 hält Volkswagen die Mehrheit am Konzern.

Platz 7 – Gea

Umsatz 2014: 4,52 Milliarden Euro

Das börsennotierte Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Düsseldorf und ist auf die Herstellung von Prozesstechnik und Komponenten im Maschinenbau spezialisiert. Es wurde 1881 gegründet.

Platz 6 – Kion

Umsatz 2014: 4,68 Milliarden Euro

Die Wiesbadener Kion-Gruppe wurde 2006 gegründet, baut Gabelstapler und Lagertechnikgeräte. Sie ging aus der Linde AG hervor und ist seit 2013 an der Börse.

Platz 5 - Knorr Bremse

Umsatz 2014: 5,2 Milliarden Euro

Das Unternehmen aus München ist der weltweit führende Hersteller von Bremssystemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge. gegründet wurde es 1905 in Berlin.

Platz 4 – Voith

Umsatz im Geschäftsjahr 2013/14: 5,35 Milliarden Euro

Die Wurzeln des Heidenheimer Maschinenbau-Unternehmens gehen bis in das Jahr 1867 zurück. Voith befindet sich im Besitz der Gründerfamilie. Das Unternehmen beliefert unter anderem Wasserwerke, Automobilhersteller und die Papierindustrie.

Platz 3 – Thyssen-Krupp

Umsatz 2014: 6,27 Milliarden Euro (nur Thyssen-Krupp Industrial Solutions)

Deutschlands größter Stahlkonzern sitzt in Essen und entstand 1999 in Folge der Fusion von Hoesch-Krupp und Thyssen. Die historischen Wurzeln reichen in die Phase der industriellen Revolution in Deutschland zurück.

Platz 2 – Linde

Umsatz 2014: 17,05 Milliarden Euro

Die Linde-Gruppe sitzt in München und betreibt weltweit ihr Kerngeschäft mit Gasen und Prozess-Anlagen. Das 1879 gegründete Unternehmen ist börsennotiert und im Dax gelistet.

Platz 1 – Siemens

Umsatz im Geschäftsjahr 2013/14: 17,06 Milliarden Euro (nur Siemens Industry)

Das Dax-Unternehmen mit Sitz in Berlin und München ist Deutschlands größter Technologiekonzern. Die Firma wurde 1847 von Werner Siemens gegründet und setzt den Fokus auf Elektrotechnik.

Riske hatte im März beim Ausblick für das laufende Jahr bereits hohe Investitionen in die Zukunftsmärkte Asien und USA angekündigt. Vor wenigen Tagen wurde die Übernahme der Logistik-Automatisierung der belgischen Egemin Group bekanntgegeben. Der MDax-Konzern erzielte 2014 bei einem Umsatz von knapp 4,7 Milliarden einen Nettogewinn 178,2 Millionen Euro.

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dpa

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