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15.03.2012

12:39 Uhr

Galileo-Projekt

Satelliten bringen OHB Gewinne

Das europäische Mammutprojekt Galileo dient dem Satellitenproduzenten OHB als Gewinnbringer. Schwach ist dagegen die Luftfahrttechnik. Die Tochter Aerotech Peissenberg soll aber schon 2012 schwarze Zahlen schreiben.

Grafik von Galileo-Satelliten der OHG. dapd

Grafik von Galileo-Satelliten der OHG.

BremenDas Satellitengeschäft soll den Wachstumskurs des Bremer Raumfahrtkonzerns OHB auch in diesem Jahr stützen. Aufträge von mehr als einer Milliarde Euro konnte er Ende 2011 in seinem Bestand verbuchen, was in etwa dem Niveau des Vorjahres entspricht. Davon entfällt ein großer Teil auf Satellitenprojekte, wie das Navigationssystem Galileo. In den nächsten Jahren wird die OHB AG 22 Satelliten für die europäische GPS-Konkurrenz bauen.

Im vergangenen Jahr konnte der Konzern vor allem Gewinne im Unternehmensbereich Space Systems verbuchen, zu dem auch die Satellitensparte gehört. Die Aerotech-Sparte habe sich dagegen weniger gut als erwartet entwickelt, sagte der Vorstandsvorsitzende Marco Fuchs in Bremen. Insgesamt sprach er aber von einem guten Jahr 2011. „Wir haben beim Umsatz zugelegt. Der Auftragsbestand ist nach wie vor stark.“ Unter dem Strich stand ein Jahresüberschuss von 13,5 (Vorjahr: 9,6) Millionen Euro. Im Vergleich zu 2010 stieg der Umsatz um 23 Prozent auf rund 556 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erhöhte sich um 20 Prozent auf 27,3 Millionen Euro. Vom Gewinn sollen auch die Aktionäre profitieren. Die Dividende soll um 5 Cent auf 35 Cent pro Aktie steigen.

Einbußen verzeichnete die Unternehmensgruppe im vergangenen Jahr durch Verzögerungen beim internationalen Antennenprogramm ALMA und beim neu erworbenen Luftfahrtzulieferer Aerotech Peissenberg. Da der Aufbau von Teleskopantennen in der chilenischen Wüste zwei Jahre hinterherhinke, habe OHB 10 Millionen Euro rückstellen müssen, sagte Fuchs.

Bei Peissenberg habe die Produktion Aufträge nicht schnell genug abarbeiten können. Dadurch sei statt des erwarteten Gewinns ein Verlust von 2,5 Millionen Euro entstanden. Als Konsequenz hat der Konzern den Anfang 2011 übernommenen Hersteller von Triebwerkkomponenten umstrukturiert. „Wir sind zuversichtlich, dass wir 2012 schwarze Zahlen schreiben werden“, sagte Fuchs. Im laufenden Jahr solle das EBIT auf rund 30 Millionen Euro und der Umsatz auf rund 620 Millionen Euro steigen. Neue Akquisitionen seien indes nicht geplant.

Von

dpa

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