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02.01.2008

14:15 Uhr

Gas

Ostsee-Pipeline soll deutlich mehr als fünf Milliarden kosten

Die Betreiber der geplanten Gaspipeline durch die Ostsee rechnen mit Kosten von deutlich mehr als fünf Mrd. Euro für das Projekt. Doch bis genauere Zahlen vorliegen, wird es wohl noch eine Weile dauern.

HB FRANKFURT. "Die Investitionen werden insgesamt klar über fünf Mrd. liegen. Das werden wir in den nächsten Monaten genauer beziffern können", sagte der deutsche Geschäftsführer des Betreiber-Konsortiums Nord Stream, Matthias Warnig, der Wochenzeitung "Die Zeit" in einem am Mittwoch vorab veröffentlichten Interview. An dem Bündnis sind die deutschen Unternehmen Eon, BASF und die niederländische Gasunie beteiligt. Die Mehrheit hält der russische Energieriese Gazprom.

Nord Stream hatte unlängst angekündigt, seine Kalkulation für die Kosten voraussichtlich Anfang dieses Jahres anzuheben. Die genaue Kalkulation werde im Februar oder März erstellt, wenn alle Verträge unter Dach und Fach seien, hieß es. Nach bisherigen Schätzungen sollte der Bau der Pipeline, die von Wyborg an der russischen Ostseeküste bis in die Nähe von Greifswald verlaufen soll, mindestens fünf Mrd. Euro kosten. Der Aufsichtsratschef des Konsortiums und ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte aber bis zu acht Mrd. Euro für möglich gehalten.

Sorgen, dass Europa durch die Pipeline stärker in Abhängigkeit von Russland gerate, teilt Warnig nicht. Er sehe eine gegenseitige Abhängigkeit. "Wenn Sie sich die Exportbilanz Russlands und die Bilanz von Gazprom ansehen, sehen Sie ganz klar die Bedeutung der Gasexporte nach Europa - für den Staatshaushalt wie für das Unternehmen", sagte der Manager dem Wochenblatt.

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