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14.06.2011

10:02 Uhr

Gasegeschäft

Linde breitet sich in Südostasien aus

Eine neue Luftzerleger-Anlage nahe Jakarta soll das Asiengeschäft des Industriegasespezialisten stärken. Der Standort ist nicht zufällig gewählt - denn der größte Abnehmer wird ein nahegelegenes Stahlwerk sein.

Der Technologiekonzern ist im Gasegeschäft in China- sowie in Süd- und Ostasien Marktführer. Quelle: ap

Der Technologiekonzern ist im Gasegeschäft in China- sowie in Süd- und Ostasien Marktführer.

FrankfurtDer Münchener Industriegasespezialist Linde baut sein Geschäft in der Wachstumsregion Südostasien aus. Für Investitionen von rund 88 Millionen Euro werde Linde am indonesischen Standort Cilegon, 100 Kilometer westlich der Hauptstadt Jakarta, eine Luftzerlegungsanlage errichten, teilte der Konzern am Dienstag mit. „Es handelt sich bei diesem On-site-Projekt um die größte Einzelinvestition, die Linde in Indonesien bisher getätigt hat“, erklärte der Asien-Chef von Linde, Sanjiv Lamba. Die Anlage soll im Oktober 2013 in Betrieb gehen.

Der Luftzerleger werde vor allem das Stahlunternehmen PT.Krakatau POSCO (PTKP) mit Gasen vor Ort versorgen. PTKP baut in Cilegon ein großes Stahlwerk mit einer Kapazität von drei Millionen Tonnen Stahl pro Jahr. Zur Produktion von Stahl werden eine Reihe von Gasen benötigt, die Linde aus der Anlage im Rahmen eines langfristigen Vertrages liefert. Neben der Versorgung des Werks sollen auch Flüssiggase für den regionalen Markt in Java produziert werden.

Linde ist im Gasegeschäft in China- sowie in Süd- und Ostasien Marktführer. Die gesamte Region Asien war zuletzt ein wichtiger Umsatz- und Ergebnistreiber für den Konzern. Im ersten Quartal steigerte Linde dort im Gasegeschäft seinen Umsatz um 23 Prozent auf 707 Millionen Euro, das operative Ergebnis um 21 Prozent auf 196 Millionen.

Von

rtr

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