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19.03.2014

13:18 Uhr

Gasförderer

RWE-Chef verteidigt Verkauf von Dea

Dass der Energieversorger RWE mitten in der Krim-Krise seine Gasförder-Tochter Dea ausgerechnet an einen Russen verkauft, brachte Firmenchef Terium viel Kritik ein. Doch er verteidigt den Verkauf.

RWE will seine Tochter Dea für 5,1 Milliarden Euro an eine Investorengruppe um den russischen Milliardär Michail Fridman verkaufen. dpa

RWE will seine Tochter Dea für 5,1 Milliarden Euro an eine Investorengruppe um den russischen Milliardär Michail Fridman verkaufen.

Berlin/EssenDer Energiekonzern RWE hält trotz Kritik aus der Politik an den Verkaufsplänen für seine Öl- und Gasförder-Tochter Dea an einen russischen Großinvestor fest. Aus unternehmerischer Sicht sei die Entscheidung richtig, denn der Käufer habe den besten Preis gezahlt, sagte Firmenchef Peter Terium dem Nachrichtensender „N24" am Mittwoch in Berlin. Zudem hätten die Dea-Mitarbeiter so die größte Sicherheit zur Weiterbeschäftigung. "Nun ist die Politik dran", ergänzte er. RWE stelle sich deren Prüfung. Das Außenwirtschaftsgesetz gibt der Bundesregierung die Möglichkeit, Firmenverkäufe zu unterbinden, wenn die öffentliche Sicherheit oder Ordnung Deutschlands Schaden erleiden könnten. In einer ersten Reaktion hatte das Ministerium betont, keine Beeinträchtigungen der Versorgungssicherheit zu erkennen.

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Dass ein russischer Großinvestor den Zuschlag für die Gas- und Ölfördergesellschaft RWE Dea bekommen hat, schlägt in der deutschen Politik hohe Wellen. Nun könnte der Deal womöglich wegen der Krim gestoppt werden.

RWE verkauft Dea für 5,1 Milliarden Euro an eine Investorengruppe um den russischen Milliardär Michail Fridman. Wirtschaftspolitiker von CDU und Grünen haben den Deal angesichts des aktuellen Konflikts zwischen dem Westen und Russland kritisiert. Der Vize-Chef der Unionsfraktion, Michael Fuchs, hatte die Bundesregierung aufgefordert, sich mit dem Verkauf zu befassen. Der CDU-Politiker Joachim Pfeiffer schlug zudem vor, die Verkaufsgespräche auf Eis zu legen. Sie befürchten, dass die Energieabhängigkeit Deutschlands von Russland damit noch weiter zunehmen könnte. Rund ein Drittel der deutschen Gas- und Ölimporte kommen aus Russland.

RWE-Chef Terium sagte der Nachrichtenagentur Reuters am Rande einer Wirtschaftskonferenz, bei dem Geschäft habe man auch die aktuelle Krise mit Russland in die Überlegungen miteinbezogen. Dem Nachrichtensender N24 erläutert er, mit der Bundesregierung habe die RWE-Seite ausführlich in den vergangenen Monaten gesprochen.

„Der RWE-Deal ist gleichzeitig falsch und richtig“

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Von

rtr

Kommentare (1)

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21.03.2014, 10:40 Uhr

Zitat: Dem Nachrichtensender N24 erläutert er, mit der Bundesregierung habe die RWE-Seite ausführlich in den vergangenen Monaten gesprochen.(Zitat Ende)
Die Krise steht doch erst seit 3 Wochen im Vordergrund.
Der Verkauf muss sofort gestoppt werden und zwar aus Regierungskreisen. Wir machen uns viel zu Abhängig von
Russland Energielieferungen.

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