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02.08.2011

15:15 Uhr

Gaspipeline

Belgische Fluxys baut an europäischem Gasnetz-Imperium

Der belgische Gasnetzbetreiber Fluxys ist auf dem besten Weg, ein europäisches Ferngasnetz von Belgien über Deutschland und die Schweiz nach Italien zu spannen.

Fluxys kauft Gaspipelines in Italien ein. Quelle: ap

Fluxys kauft Gaspipelines in Italien ein.

BrüsselDer belgische Gasnetzbetreiber Fluxys, das zu 90 Prozent der Kommunal-Holding Publigas gehört, steht nach Angaben seines Großaktionärs in abschließenden Verhandlungen über den Kauf von Pipeline-Anteilen des italienischen Energiekonzerns Eni, die dieser auf Geheiß der Europäischen Kommission verkaufen muss. Die auf 700 Millionen bis 800 Millionen Euro taxierte Übernahme könne Ende August unter Dach und Fach sein.

Mit dem Kauf der Eni-Anteile an den Pipelines TENP und Transitgas würde Fluxys auch dem niederländischen Konkurrenten Gasunie auf die Pelle rücken. Dabei würde Fluxys unter anderem die Deutsche-Bank-Infrastrukturtochter RREEF ausstechen. Fluxys hatte für die Gasleitungen zunächst in einem Konsortium mit Allianz Capital Partners geboten. Einem Bericht der belgischen Zeitung „Le Soir“ zufolge hat sich der Münchener Versicherungskonzern jedoch zurückgezogen. Finanziert werden könnte der Zukauf nun durch eine Aufstockung des derzeit zehnprozentigen Anteils des kanadischen Penionsfonds CDPQ, wie Publigas-Generalsekretär Christian Viane am Dienstag sagte.

Eni gehören 49 Prozent an der TENP-Pipeline, die von der deutsch-niederländischen bis zur deutsch-schweizerischen Grenze verläuft, der Rest gehört E.ON. Daran schließt sich die Transitgas-Pipeline an, an der Eni 46n Prozent hält und die die Verbindung mit dem italienischen Netz von Snam Rete Gas herstellt. Fluxys hatte sich im vergangenen Jahr bereits vergeblich um das RWE-Ferngasnetz beworben. Thyssengas ging stattdessen an die Infrastrukturfonds der australischen Bank Macquarie.

Von

rtr

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