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14.10.2014

15:23 Uhr

Geberit übernimmt Sanitec

Das große Geschäft

Eine Milliarde für Kloschüsseln: Der Sanitärkonzern Geberit will für viel Geld das finnische Unternehmen Sanitec übernehmen. Der Zukauf ist ein großes Geschäft mit dem großen Geschäft.

Kloschüssel-Hersteller Sanitec soll möglicherweise den Besitzer wechseln. Kein Griff ins Klo, meint der Schweizer Interessent Geberit. dpa

Kloschüssel-Hersteller Sanitec soll möglicherweise den Besitzer wechseln. Kein Griff ins Klo, meint der Schweizer Interessent Geberit.

ZürichDer Schweizer Sanitärtechnikkonzern Geberit will einen ganz besonderen Titel ergattern: europäischer Marktführer für Kloschüsseln. Mit einer Milliarden-Übernahme will er diesem Ziel näher kommen. Geberit bietet 9,7 Milliarden schwedische Kronen (rund 1,06 Milliarden Euro) für den finnischen Keramikhersteller Sanitec. Das Unternehmen unterstützt die geplante Übernahme, die Geberit mit eigenen Mitteln und Krediten finanzieren will.

„Diese Transaktion macht uns zum Marktführer für Sanitärprodukte und wird das Spektrum der von Geberit bearbeiteten Märkte erweitern“, sagte Geberit-Chef Albert Baehny. Hinter dem europäischen Branchenprimus folgten die spanische Roca sowie die deutsche Grohe. Der Schweizer Konzern ist sich sicher, dass der Zukauf kein Griff ins Klo sein wird: Geberit und Sanitec ergänzten sich gut, hieß es.

Während Geberit die Technik „hinter der Wand“ wie Rohre und Spülkästen liefere, stelle Sanitec die Produkte „vor der Wand“ wie Toilettenschüsseln und Badewannen her. Gemeinsam kämen die Firmen auf einen Umsatz von 2,9 Milliarden Franken und einen Gewinn von knapp 500 Millionen Franken.

Geberit biete 97 Kronen je Aktie des erst seit 2013 an der Stockholmer Börse gelisteten Unternehmens. Dies entspreche einem Aufschlag von 29 Prozent gegenüber dem Sanitec-Durchschnittskurs der vergangenen drei Monate.

Die Sanitec-Aktionäre können ihre Aktien vom 17. November bis zum 22. Dezember andienen. Der Sanitec-Verwaltungsrat empfehle den Aktionären, das Angebot anzunehmen.

Zudem hätten sich die beiden größten Investoren verpflichtet, auf die Offerte einzusteigen. Die schwedischen Finanzinvestoren EQT und Zeres Capital hielten zusammen 25,5 Prozent der Sanitec-Aktien. Berater von Geberit für die Transaktion sei die US-Investmentbank JP Morgan.

Von

rtr

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