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22.04.2014

14:34 Uhr

Geld für die Politik

Daimler spendet an CDU und SPD

Daimler ist wieder großzügig und lässt die CDU und SPD mit jeweils 100.000 Euro erfreuen. Auch andere politische Parteien bekommen etwas von dem Spendenkuchen ab – zur Unterstützung der parlamentarischen Demokratie.

Der Automobilhersteller Daimler steigert seinen Gewinn zum Jahresbeginn. dpa

Der Automobilhersteller Daimler steigert seinen Gewinn zum Jahresbeginn.

Stuttgart Der Autohersteller Daimler gibt in diesem Jahr 320.000 Euro für Spenden an Parteien aus. Der Vorstand habe über die Höhe der Parteispenden in diesem Jahr entschieden, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. CDU und SPD bekommen demnach jeweils 100.000 Euro, CSU, FDP und Grüne jeweils 40.000 Euro. Es handle sich um die gleichen Summen wie im vergangenen Jahr, betonte Daimler.

Daimler spende seit mehr als zwei Jahrzehnten an politische Parteien und sehe dies als Beitrag zur Unterstützung der parlamentarischen Demokratie an, erklärte der Leiter der Kommunikationsabteilung, Jörg Howe. Mit Spenden unterstütze der Autobauer die Parteien bei ihrer Mitwirkung an der politischen Willensbildung. Das Unternehmen lege großen Wert darauf, die Zuwendungen unabhängig von aktuellen politischen und wirtschaftlichen Ereignissen zu gewähren.

Nach der Bundestagswahl hatten Großspenden von Unternehmen an die Parteien im Bundestag für Kritik gesorgt. So spendete etwa der Chemiekonzern Evonik 90.000 Euro an die SPD und 70.000 Euro an die CDU; die Familie Quandt, Eigentümerin von BMW, gab der CDU Spenden in Höhe von insgesamt 690.000 Euro.

Die regierungsunabhängige Gruppierung LobbyControl fordert eine Obergrenze von 50.000 Euro pro Spender und Jahr. Sie möchte zudem erreichen, dass Spenden statt ab 10.000 Euro bereits ab 2000 Euro in den Rechenschaftsberichten der Parteien angezeigt werden müssen. Die Pflicht zur sofortigen Veröffentlichung soll außerdem ab 10.000 Euro statt ab 50.000 Euro gelten.

Von

afp

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

22.04.2014, 16:43 Uhr

Zitat : Daimler spendet an CDU und SPD

- so nennt man FAKELAKI bei uns !

Account gelöscht!

22.04.2014, 18:15 Uhr

Passend dazu:
Lange hat sich die Autobranche gegen strengere EU-Grenzwerte für das Treibhausgas CO2 gewehrt. Die sind beschlossene Sache. Nun hofft die Industrie auf mehr Zeit für ein neues Testverfahren für den Spritverbrauch.
Handelsblatt 22.04.2014

Account gelöscht!

23.04.2014, 10:31 Uhr

".....spendet an CDU und SPD"

Nur so kann man u.a. im Arbeitsrecht die notwendigen Leitplanken entziehen lassen !

Damit, wie z.B. die Werksverträge und Leiharbeit deutlich die Unternehmensgewinne ersklavt werden !

Die politisch geduldeten Steuer-Oasen sind natürlich inclusive !

Widerlicher Lobbyismus !

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