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25.07.2013

13:01 Uhr

Geldautomatenhersteller

Wincor-Aktionäre sollen von Gewinnanstieg profitieren

Die Eurokrise hat dem Geldautomatenhersteller Wincor übel mitgespielt, der jahrelange Wachstumskurs war dahin. Nun erholen sich die Zuwächse wieder stetig, das Bilanzjahr läuft besser als erwartet. Gut für die Aktionäre.

Ein Monteur schraubt in der Fertigung von Wincor Nixdorf in Paderborn an einem Geldautomaten vom Typ ProCash2100. Das Unternehmen wächst wieder. dpa

Ein Monteur schraubt in der Fertigung von Wincor Nixdorf in Paderborn an einem Geldautomaten vom Typ ProCash2100. Das Unternehmen wächst wieder.

DüsseldorfDer Geldautomatenhersteller Wincor Nixdorf hat nach einem kräftigen Gewinnanstieg in den ersten neun Monaten seine Prognose für das Bilanzjahr 2012/13 angehoben. Damit kehrt der Konzern nach längerer Durststreck auf den Wachstumskurs zurück. Von der Geschäftsentwicklung sollen auch die Aktionäre profitieren. Die Dividende für das im September endende Bilanzjahr werde „kräftig erhöht“, kündigte Vorstandschef Eckard Heidloff am Donnerstag im Interview mit Reuters an. „Es gibt keinen Grund von unserer Dividendenpolitik abzurücken, die die Ausschüttung von 50 Prozent des Überschusses vorsieht.“ Nach einem Gewinneinbruch im Geschäftsjahr 2011/12 hatten die Aktionäre von Wincor Nixdorf für das vergangene Jahr eine um 65 Cent auf 1,05 Euro reduzierte Dividende erhalten.

Bei den Anlegern kamen die positiven Aussichten gut an: Die im Nebenwerteindex MDax enthaltene Aktie schnellte um sechs Prozent nach oben auf 46,89 Euro und markierte damit ein Jahreshoch.

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Gewinn schnellt in die Höhe

In den ersten neun Monaten kletterte der Umsatz um acht Prozent auf 1,841 Milliarden Euro, der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) stieg um 33 Prozent auf 92 Millionen Euro. Unter dem Strich schnellte das Ergebnis um 45 Prozent auf 61 Millionen Euro hoch.

Für das laufende Geschäftsjahr peilt Heidloff nun ein Umsatzplus von fünf Prozent sowie ein Ebita von 130 Millionen Euro an. Bislang hatte er einen Anstieg beim Umsatz von lediglich zwei Prozent in Aussicht gestellt sowie ein Ebita von 120 Millionen Euro. Die Entwicklung werde durch florierende Geschäfte in Russland und der Türkei beflügelt, während im übrigen Europa unverändert Zurückhaltung geübt werde, erklärte Heidloff. „Eine Investitionswelle sehen wir nicht.“

Der Geldautomatenhersteller war durch die Euro-Schuldenkrise und der damit einhergehenden Investitionszurückhaltung der Banken vom jahrelangen Wachstumskurs abgebracht worden. Im Zuge des Konzernumbaus wurden 500 Stellen gestrichen.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

25.07.2013, 08:43 Uhr

Zügiger Konzernumbau, 5% Umsatzplus, 10% Ebita-Plus trotz anhaltender EU-Schwäche....
Hut ab!

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