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15.10.2012

21:32 Uhr

Gemeinsam mit Nissan

Renault will mehr sparen

Die Allianz des französischen Autobauers Renault mit dem japanischen Konkurrenten Nissan soll Ersparnisse in Höhe von vier Milliarden Euro einbringen. Ein Umbau der Überkreuzbeteiligung sei aber nicht geplant

Grenzenlos ist der Geiz bei Nissan noch nicht. Der Autohersteller wirbt mit dem jamaikanischen Sprinter und Olympia-Sieger Usain Bolt. dapd

Grenzenlos ist der Geiz bei Nissan noch nicht. Der Autohersteller wirbt mit dem jamaikanischen Sprinter und Olympia-Sieger Usain Bolt.

ParisDer französische Autobauer Renault rechnet durch die Zusammenarbeit mit seinem japanischen Partner Nissan mit Einsparungen in Höhe von vier Milliarden Euro bis zum Jahr 2016 – doppelt so viel wie bislang. Das sagte eine Unternehmenssprecherin am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Sie wies zugleich Gerüchte über angebliche Pläne für eine verstärkte Allianz mit Nissan zurück: „Wir dementieren.“

Im Umfeld des Konzerns hieß es, CEO Carlos Ghosn, der die beiden Hersteller in Personalunion lenkt, habe das neue Sparziel Ende September auf einer internen Präsentation vor Managern von Renault und Nissan erläutert. Um die angestrebte Summe zu erreichen, wollten die beiden Autobauer weitere Aktivitäten unter ihrer gemeinsamen Holding zentralisieren, wo bereits Einkaufs- und Logistikbereiche gebündelt werden. Die Renault-Aktie reagierte mit einem Kursplus von zeitweise zehn Prozent und schloss am Abend mit einem Plus von 4,3 Prozent.

Die Renault-Aktie hatte im Zuge der Gerüchte am Nachmittag an der Börse in Paris stark zugelegt. Seit 2002 hält Renault 43,4 Prozent an Nissan und das japanische Unternehmen kontrolliert 15 Prozent bei dem französischen Autobauer. Viele Experten halten die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen für das gelungene Beispiel einer Allianz im Automobilbereich. Die Autobauer tätigen 90 Prozent ihrer Einkäufe gemeinsam. 2011 hatten die Synergien der beiden Unternehmen bei 1,7 Milliarden Euro gelegen.

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