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01.12.2016

12:50 Uhr

General Electric

Krisentreffen bei Wirtschaftsminister Gabriel

VonMatthias Kamp, Henryk Hielscher

Das Werk von General Electric in Mannheim könnte komplett geschlossen werden. Das hat der Technologiekonzern zumindest angedroht. Verhandlungen mit Arbeitnehmervertretern über eine Umstrukturierung seien gescheitert.

GE hatte das Werk in Mannheim im November 2015 vom französischen Konkurrenten Alstom übernommen und Anfang 2016 angekündigt, in Deutschland rund 1700 Arbeitsplätze zu streichen - davon etwa 1060 in Mannheim. Reuters

General Electric

GE hatte das Werk in Mannheim im November 2015 vom französischen Konkurrenten Alstom übernommen und Anfang 2016 angekündigt, in Deutschland rund 1700 Arbeitsplätze zu streichen - davon etwa 1060 in Mannheim.

DüsseldorfVertreter des amerikanischen Technologiekonzerns General Electric (GE) kommen am heutigen Donnerstag bei Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel mit Abgesandten eines Investorenkonsortiums zu einem Krisentreffen zusammen, um über die Zukunft des GE-Standorts Mannheim zu beraten. Das erfuhr die „WirtschaftsWoche” aus Arbeitnehmerkreisen. Ein GE-Sprecher bestätigte den Gesprächstermin bei Gabriel.

GE will die Fertigung in Mannheim mit rund 1600 Arbeitsplätzen durch einen massiven Stellenabbau restrukturieren, erwägt nach Angaben aus Arbeitnehmerkreisen aber auch eine komplette Schließung. Die Amerikaner hatten das Werk im Mannheim, in dem Gas- und Dampfturbinen gefertigt werden, vor einem Jahr im Zuge der Akquisition des französischen Alstom-Konzerns übernommen. Verhandlungen zwischen GE und den Arbeitnehmervertretern der früheren Alstom-Standorte zu einem Sozialplan sind laut einem internen Schreiben des Managements vom 30. November gescheitert. „Da wir außergerichtlich keine Einigung erzielen konnten, wird uns der nächste Schritt zügig vor das Arbeitsgericht führen“, teilte Alf Henryk Wulf, Vorstandschef der GE Power AG den Beschäftigten darin mit. Zudem „werden wir nun sämtliche Diskussionen und Prozesse mit externen Investoren beenden“, heißt es in dem Schreiben, das der WirtschaftsWoche vorliegt.

Zuletzt hatte nach Informationen des Magazins ein Investorenkonsortium angeboten, die Fertigung weiterzuführen. Zu dem Konsortium gehören die Schweizer Beratung Rasenberger Toschek, das Forschungsinstitut BMI Lab und Insidern zufolge der chinesische Stahlriese Baosteel. GE lehnte das Angebot bisher mit Verweis auf die geforderten Konditionen ab.

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