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16.03.2012

19:54 Uhr

General Motors

GM äußert sich skeptisch zu Aussichten für Opel

General Motors rechnet mit schwierigen Zeiten für die Auto-Branche in Europa. Das könnte sich negativ auf das Tochterunternehmen Opel auswirken. Analysten halten eine Rückkehr zur Kurzarbeit und Stellenabbau für möglich.

Der amerikanische Opel-Mutterkonzern General Motors rechnet mit schweren Zeiten im Europa-Geschäft. dpa

Der amerikanische Opel-Mutterkonzern General Motors rechnet mit schweren Zeiten im Europa-Geschäft.

New YorkDie Opel-Mutter General Motors macht sich auf düstere Zeiten für die Autobranche in Europa mit fallenden Preisen und Werksschließungen gefasst. Das erklärten am Freitag mehrere Auto-Analysten nach einem Treffen mit dem GM-Finanzchef Dan Ammann. Sie interpretierten die Aussagen von GM zudem so, dass bei Opel mit seinen rund 40.000 Beschäftigten eine Rückkehr zu Kurzarbeit und auch ein Stellenabbau erforderlich sein könnte.

GM Europa - das sind die Marken Opel und Vauxhall - schreibt seit Jahren Verluste. Das Ziel von Gewinnen auf dem Kontinent im Jahr 2011 musste der weltgrößte Autobauer aufgeben, weil die Verkäufe wegen der Staatsschuldenkrise in Südeuropa einbrachen. Bis zum Sommer erwartet Opel wegen der Probleme Vereinbarungen mit den Arbeitnehmern über weitere Einsparungen. Was GM plant, ist noch nicht bekannt.

Die Analysten hatten sich am Donnerstag bei einem Abendessen mit dem GM-Finanzchef und dessen Team getroffen. GM habe dort erklärt, die europäische Autoindustrie erkenne letztlich an, dass schlecht ausgelastete Werke geschlossen werden müssten, schrieben mehrere der bei dem Treffen anwesenden Analysten am Freitag in Mitteilungen an ihre Kunden. Zu solchen Schließungen werde es aber nicht in nächster Zeit kommen, unter anderem wegen der anstehenden Präsidentenwahlen in Frankreich.

„GM unternimmt ganz deutlich etwas, um die Bedrohungen und die Möglichkeiten für sein Geschäft anzugehen“, schrieb Peter Nesvold, Analyst bei Jeffries.

Die Lage in Europa bezeichnete GM bei dem Treffen nach Angaben mehrerer Analysten als sehr herausfordernd und diagnostizierte zugleich eine deutliche Verschlechterung. Dabei würden sinkende Umsätze und fallende Auto-Preise den Druck auf die Hersteller noch erhöhen. Der Analyst Rod Lache von der Deutschen Bank schrieb, nach Angaben von GM habe sich das Preisumfeld in den vergangenen drei bis vier Monaten deutlich verschlechtert. Lache selbst schätzte den Preisverfall pro Auto auf etwa 200 Dollar.

Kommentare (13)

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16.03.2012, 21:35 Uhr

GM Kann es einfach nicht. VW, Daimler, BMW beweisen, dass man am Standort Deutschland phantastische Autos bauen kann, die weltweit mit großem Erfolg absetzbar sind. Opel könnte das wahrscheinlich auch, wenn GM sie ließen. Das amerikanischen Rumpelmanagement von GM kann nur billig zusammenschustern und viel Blech mit alter Technik billig verkaufen. Deshalb haben sie auch in China mit 2 Produkten überragenden Erfolg. Die Strategie aus 2 Kranken Opel und PSA einen Gesunden zu machen ist auch als fragliche Strategie anzusehen.

Account gelöscht!

16.03.2012, 22:13 Uhr

Hätte man damals Opel aus GM herausgelöst und wieder in ein rein deutsches Unternehmen verwandelt stände Opel wahrscheinlich besser da. Ein offener Weltmarkt und ein deutsches Management hätte das Untenehmen grettet. US-geführte Tochterfirmen sind nur auf den schnellen Dollar aus und das Thema Nachhaltigkeit ist ein Fremdwort.

GausN

16.03.2012, 22:50 Uhr

GM ist ein Synonym für die Pleite-AMIS.

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