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25.01.2010

19:39 Uhr

General Motors

GM-Chef Whitacre bleibt dauerhaft

GM-Chef Ed Whitacre übernimmt dauerhaft das Ruder bei General Motors. Der Verwaltungsrat bat Whitacre um längeren Verbleib im Amt. Der GM-Boss will bis Juni die Staatshilfen zurückzahlen und Saab abwickeln.

GM-Chef Ed Whitacre bleibt. ap

GM-Chef Ed Whitacre bleibt.

HB DETROIT. Die eigene Personalie verkündete der GM-Boss selbst: Ed Whitacre bleibt dauerhaft an der Spitze des US-Autobauers. "Ich habe dem Verwaltungsrat gesagt, dass ich es mache", sagte der 68-Jährige am Montag bei einer Pressekonferenz in der GM-Zentrale in Detroit. Die Dauer seiner Amtszeit sei nicht festgelegt worden.

"Aber aus meiner Sicht muss genügend Zeit sein, um zu tun, was getan werden muss." Ob es zwei oder drei Jahre würden, könne er nicht sagen. General Motors brauche eine gewisse Stabilität, betonte Whitacre. "Ich denke, das bin ich."

Der frühere Chef des Telekomkonzerns AT&T war im Sommer als Verwaltungsratschef zu GM gekommen. Nach dem Abgang des früheren GM-Chefs Fritz Henderson übernahm er Anfang Dezember vorübergehend auch den Posten des Vorstandschefs und leitete umgehend einen Umbau der Konzernspitze ein. Daher galt ein Verbleib Whitacres auf dem Chefsessel bereits als sehr wahrscheinlich.

Der frühere GM-Chef Henderson musste sein Amt nach einem Zerwürfnis mit dem Verwaltungsrat aufgeben. Ein Streitpunkt war dabei auch die Zukunft von Opel. Henderson hatte sich für einen Verkauf des Rüsselsheimer Autobauers entschieden, den der Verwaltungsrat jedoch letztlich verhinderte.

An der geplanten Abwicklung seiner schwedischen Tochter Saab hält GM indes trotz mehrerer Interessenten fest. Die Gespräche mit dem niederländischen Sportwagenhersteller Spyker seien zwar in einem fortgeschrittenen Stadium gewesen, einen Verkauf habe er aber derzeit nicht bekanntzugeben, sagte Whitacre. "Falls sich dies ändert, werden wir es Sie wissen lassen." Ein schwedischer TV-Sender hatte zuvor berichtet, Spyker könnte den Saab-Kauf möglicherweise noch am Montag kundtun. Die Niederländer selbst sprachen von andauernden Gesprächen, räumten aber einen ungewissen Ausgang ein.

Whitacre bekräftigte am Montag zudem, dass GM in einem halben Jahr die Regierungshilfen der USA und Kanadas zurückzahlen werde. "Wir haben in den vergangenen Monaten so erhebliche Fortschritte erzielt, dass ich mit Sicherheit sagen kann, dass wir die Kredite des US-Finanzministeriums und der kanadischen Regierung bis Juni vollständig zurückzahlen werden." Eine Rückkehr des Konzerns an die Börse werde erst erfolgen, wenn die Marktbedingungen günstig seien.

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