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13.01.2015

16:07 Uhr

General Motors

Opel als Vorbild

Vorbild Opel: Für General-Motors-Chefin Mary Barra ist die GM-Tochter das leuchtende Beispiel, wie man schnell viel verbessert. GM sollte sich daran ein Beispiel nehmen.

Mary Barra, CEO von General Motors, sieht in Opel das Vorbild für die Sanierung des Detroiter Autokonzerns. ap

Mary Barra, CEO von General Motors, sieht in Opel das Vorbild für die Sanierung des Detroiter Autokonzerns.

DetroitGeneral-Motors-Chefin Mary Barra hat die Europa-Tochter Opel als Vorbild für alle anderen Konzernmarken bezeichnet. GM habe sich nach der Pleite 2009 und der jüngsten Pannenserie zwar schon entscheidend verbessert.

Das reiche aber noch nicht aus, um auf dem hartumkämpften Automarkt bestehen zu können, sagte Barra am Rande der Automesse in Detroit: „Ich werde zunehmend ungeduldig. Besser ist nicht gut genug.“ Das Beispiel Opel zeige, dass es möglich ist, schnell viel besser zu werden: „Die Marke Opel ist wieder auferstanden und hat ein großartige Zukunft. Sie zeigt, wohin sich der Konzern bewegt“, sagte Barra.

Das Rückruf-Debakel von General Motors

13. Februar 2014

GM ruft in Nordamerika die ersten 778.000 Wagen wegen Problemen mit den Zündschlössern zurück. Der Schlüssel kann bei voller Fahrt in die „Aus“-Position zurückspringen. GM berichtet von sechs Toten bei Unfällen.

25. Februar 2014

GM weitet den Rückruf auf weltweit 1,6 Millionen ältere Wagen aus. In Europa sind einige Tausend Roadster Opel GT betroffen. Das Unternehmen räumt erste Versäumnisse ein. Nun ist die Rede von 13 Unfalltoten. Verbraucherschützer kommen auf weit höhere Zahlen.

12. März 2014

Aus internen Vermerken geht hervor, dass GM-Ingenieure schon 2001 während der Fahrzeugentwicklung über Probleme mit den Zündschlössern berichteten.

6. März 2014

Barra leitet eine interne Untersuchung ein. Zuvor war bekanntgeworden, dass die US-Sicherheitsbehörde NHTSA überprüft, ob GM den Rückruf verschleppt hat. In US-Medien häufen sich Geschichten von Unfallopfern.

17. März 2014

GM ruft weitere Autos wegen anderer Defekte zurück, etwa wegen Airbag-Ausfällen. Auch aktuelle Modelle sind nun betroffen. Wegen der Zündschlösser gehen die ersten Klagen von Unfallopfern und Autobesitzern ein, die den Wert ihrer Wagen geschmälert sehen.

19. März 2014

Die US-Regierung bestraft Toyota wegen der Pannenserie 2009/2010. Die Japaner müssen 1,2 Milliarden Dollar zahlen. Auch hier lautet der Vorwurf, der Konzern habe die Probleme zunächst vertuscht.

29. März 2014

GM ruft nun auch 1 Million Fahrzeuge neuerer Baujahre wegen der defekten Zündschlösser zurück. Damit steigt die Gesamtzahl für diesen Defekt auf 2,6 Millionen.

31. März 2014

Der nächste Ruf startet wegen ausfallender Servolenkungen. GM beordert nun wegen diverser Mängel insgesamt 6,3 Millionen Wagen in die Werkstätten. Die Kosten schnellen auf 750 Millionen Dollar hoch, später veranschlagt das Unternehmen 1,3 Milliarden Dollar.

2. April 2014

Bei zwei Anhörungen im US-Kongress wird Barra scharf angegangen. Antworten auf die Kernfrage, warum GM so lange mit dem Rückruf der Zündschlösser zögerte, hat sie jedoch nicht.

10. April 2014

GM beurlaubt zwei Ingenieure wegen der Zündschlösser. Zwei Wochen später wird die Entwicklungsabteilung umgebaut und deren Chef scheidet aus. Zwischenzeitlich gehen auch die Personalchefin und der Kommunikationschef.

23. April 2014

GM erklärt, die ersten Ersatzteilpakete mit Zündschlössern versandt zu haben. Nun starten die Reparaturen.

30. Juni 2014

Ein weiterer Rückruf betrifft 8,4 Millionen Wagen weltweit, die meisten davon in den USA. GM zufolge hätten diverse Wagen Defekte. „Unsere Kunden verdienen mehr als das, was wir ihnen mit diesen Wagen geboten haben“, erklärte Firmenchefin Mary Barra in Detroit.

Opel hat das Managementteam in den vergangenen Jahren komplett umgebaut, zwei Werke geschlossen und eine Reihe neuer Fahrzeuge auf den Markt gebracht. Seit zwei Jahren kann die Marke ihren Marktanteil in Europa wieder leicht ausbauen, nachdem er zuvor 14 Jahre in Folge gesunken war. Die operativen Verluste gehen zurück, 2016 will Opel wieder schwarze Zahlen schreiben.

Von

dpa

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