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18.05.2017

12:42 Uhr

General Motors

US-Autoriese zieht sich aus weiteren Märkten zurück

Der US-Autobauer General Motors will Geld sparen und zieht sich aus weiteren Auslandsmärkten zurück. In Indien werden künftig nur noch Export-Fahrzeuge produziert, in Südafrika wird die Nutzfahrzeug-Sparte verkauft.

Künftig will sich der Autobauer auf Märkte konzentrieren, von denen man sich mehr Erfolg erhofft. AFP

Zentrale von General Motors

Künftig will sich der Autobauer auf Märkte konzentrieren, von denen man sich mehr Erfolg erhofft.

DetroitNach dem Verkauf der deutschen Tochter Opel will sich der US-Autobauer General Motors (GM) aus weiteren ausländischen Märkten zurückziehen. Die so frei werdenden Mittel will GM in die Märkte investieren, von denen sich der Autobauer größeren Erfolg verspricht. Die Kosten werden den Konzern zunächst im zweiten Quartal mit 500 Millionen US-Dollar belasten, teilte GM am Donnerstag mit. Gleichzeitig setzt der Konzern auf Einsparungen von insgesamt jährlich bis zu 100 Millionen Dollar.

GM werde seine Produktion von leichten Nutzfahrzeugen in Südafrika an den japanischen Fahrzeughersteller und Partner Isuzu verkaufen. Weitere oder gar höhere Investitionen in den Standort würden GM keinen Nutzen bringen, erklärte Stefan Jacoby, bei GM verantwortlich für das Auslandsgeschäft.

Der Verkauf der Marke Chevrolet werde zum Jahresende eingestellt, hieß es weiter. Wie es mit der Marke Opel in dem Land weitergeht, darüber führe GM mit dem künftigen Eigentümer PSA derzeit Gespräche, erklärte der Konzern. Bereits Ende Februar hatte GM vereinbart, den knapp 58-prozentigen Anteil an seiner ostafrikanischen Gesellschaft ebenfalls an Isuzu zu verkaufen. Auch hier soll die Marke Chevrolet vom Markt genommen werden.

Das sind die wertvollsten Autokonzerne

Platz 10

Subaru – Marktkapitalisierung: 30 Milliarden Euro*

Der Einstieg in die wertvollsten zehn ist eine Überraschung. Der japanische Autobauer Subaru lässt Riesen wie PSA, Fiat-Chrysler und Renault hinter sich. Das hat einen Grund: die Japaner arbeiten mit größerer Marge als alle Konkurrenten.

Quelle: CAM Bergisch-Gladbach; Stand: 12/ 2016

Platz 9

Tesla – Marktkapitalisierung: 33 Milliarden Euro

In den vergangenen Jahren hat der Elektropionier Milliardenverluste angehäuft. Die Investoren sind von der Vision einer emissionsfreien Mobilität aber weiterhin elektrisiert. Darum gehören die Kalifornier weiterhin zu den wertvollsten Autobauern.

Platz 8

Nissan – Marktkapitalisierung: 40 Milliarden Euro

Der Gewinn der Japaner schwächelte zuletzt. Doch durch die globale Aufstellung scheint Nissan durchaus krisenresistenter zu sein als mancher Konkurrent. Ein neue CEO soll die Japaner nun zurück in die Erfolgsspur führen.

Platz 7

Ford – Marktkapitalisierung: 45 Milliarden Euro

Seit Jahren produziert Ford mit dem F-150 das meistverkaufte Auto der USA. Und auch in Europa erwirtschaftet man zuletzt einen Milliardengewinn. Dennoch schwächelte der Aktienkurs zuletzt spürbar.

Platz 6

Honda – Marktkapitalisierung: 50 Milliarden Euro

Ein weiterer Japaner, den in Deutschland nur wenige auf dem Zettel haben. Doch gerade in Asien und den USA kann Honda durchaus Achtungserfolge vorweisen. Das reicht für einen Platz unter den wertvollsten Autokonzernen.

Platz 5

General Motors – Marktkapitalisierung: 50 Milliarden Euro

Mit dem Verkauf von Opel trennen sich die Amerikaner von ihrem defizitären Europageschäft und wollen damit ihre Rentabilität weiter steigern. Auch unter Mary Barra bleibt GM der wertvollste amerikanische Autokonzern.

Platz 4

BMW – Marktkapitalisierung: 57 Milliarden Euro

BMW-Chef Harald Krüger will mit einer Modelloffensive den Titel als größter Premiumautobauer von Daimler zurückerobern. Im Vergleich der wertvollsten Autokonzerne verpassen die Münchener das Treppchen.

Platz 3

VW – Marktkapitalisierung: 68 Milliarden Euro

Innerhalb von zwei Jahren hat sich der Kurs der VW-Aktie fast halbiert. Schuld ist der Betrug beim Diesel. Trotz der hohen Verluste landen die Wolfsburger noch unter den drei wertvollsten Autokonzernen der Welt.

Platz 2

Daimler – Marktkapitalisierung: 76 Milliarden Euro

Das Beste oder Nichts – mit diesem Motto gehen die Schwaben seit einigen Jahren auf Kundenfang. Im Vergleich der wertvollsten Konzerne muss man sich allerdings mit dem zweiten Platz zufriedengeben. Dafür ist Daimler der wertvollste Premiumautobauer.

Platz 1

Toyota – Marktkapitalisierung: 182 Milliarden Euro

Den Titel als größter Autobauer der Welt haben die Japaner an VW verloren. Das stört die Aktionäre allerdings nicht im Geringsten. Denn bei Gewinn und Marge kann Toyota trotz eines schwachen Jahres kaum ein Volumenhersteller das Wasser reichen.

Doch nicht nur in Afrika, auch in Asien streicht GM sein Geschäft zusammen. Indien gilt für die Amerikaner künftig nicht mehr als eigener Markt. In dem Land werde sich der Konzern künftig ausschließlich auf die Produktion von Fahrzeugen für den Export nach Mexiko sowie Mittel- und Südamerika konzentrieren, hieß es weiter. Der Chevrolet-Vertrieb wird Ende Jahres eingestellt.

In Singapur will GM zudem seine Zentrale verschlanken, die sich für die regionalen Märkte wie etwa Australien, Neuseeland, Südkorea und Südostasien verantwortlich zeichnet.

GM will sich künftig auf Märkte konzentrieren, von denen sich der Autobauer mehr Erfolg verspricht. Bereits Anfang März hatte der Konzern angekündigt, seine verlustreiche deutsche Tochter Opel an den französischen Konkurrenten PSA, zu dem die Marken Peugeot und Citroen gehören, für rund 2,2 Milliarden Euro verkaufen zu wollen. GM hat die Schwäche des europäischen Geschäfts über die Jahre nie richtig in den Griff bekommen.

Derzeit läuft das internationale Geschäft des US-Konzern eher mäßig. Im ersten Quartal etwa hatte GM nicht nur in Europa, sondern auch in Südamerika Verluste verzeichnet. Auch in der Region Asien und Afrika waren die Gewinne wegen sinkender Verkäufe in China zurückgegangen. Lediglich auf dem Heimatmarkt hatten zum Jahresbeginn die SUV- und Pick-up-Verkäufe geboomt.

Von

dpa

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