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16.05.2011

11:09 Uhr

Generika-Markt

Teva plant Übernahme in Japan

Die Ratiopharm-Mutter Teva schluckt Firma um Firma - jetzt verstärkt sich der Pharmariese mit einem milliardenschweren Zukauf in Japan. Teva will so zum japanischen Markführer für Generika aufsteigen.

Teva: Vor kurzem erst hatte der Konzern die Übernahme des amerikanischen Spezialpharmazeutika-Konzern Cephalon angekündigt. Quelle: dpa

Teva: Vor kurzem erst hatte der Konzern die Übernahme des amerikanischen Spezialpharmazeutika-Konzern Cephalon angekündigt.

Tel AvivIm Eiltempo sammelt der israelische Arzneimittelhersteller Teva Zukauf um Zukauf: Nun verstärkt sich der Mutterkonzern des Ulmer Generika-Herstellers Ratiopharm mit einer milliardenschweren Übernahme in Japan. Dort erwirbt Teva nach Angaben vom Montag in einem ersten Schritt für 460 Millionen Dollar in bar 57 Prozent an Taiyo Pharmaceutical Industry. Für den Rest ist eine Offerte an die verbliebenen Aktionäre geplant. Damit wird der drittgrößte japanische Produzent von Nachahmermedikamenten mit 1,3 Milliarden Dollar bewertet.

"Diese Akquisition wird es Teva ermöglichen, sein strategisches Ziel zu erreichen, ein führender Anbieter in dem rasch wachsenden japanischen Generika-Markt zu werden", erklärte Konzernchef Schlomo Janai. Taiyo kam 2010 auf einen Umsatz von 530 Millionen Dollar und fertigt mehr als 550 Nachahmerpräparate in zahlreichen verschiedenen therapeutischen Gebieten. Die Transaktion soll im dritten Quartal abgeschlossen werden. Für Janai ist die Einkaufstour längst nicht zu Ende: Sein Unternehmen schaue sich immer nach Akquisitionen um und werde zugreifen, sobald sich strategisch passende Gelegenheiten finden, sagte er.

Vor kurzem hatte Teva die Übernahme des amerikanischen Spezialpharmazeutika-Konzern Cephalon für fast sieben Milliarden Dollar angekündigt. Erst im August vergangenen Jahres hatten die Israelis den rund 3,8 Milliarden Euro schweren Ratiopharm-Zukauf unter Dach und Fach gebracht.

Von

rtr

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