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13.03.2012

12:08 Uhr

Geplante Generika

AstraZeneca klagt gegen Arzneimittelaufsicht

AstraZeneca klagt gegen den die US-Arzneimittelaufsicht FDA. Ende März laufen die Patente für den Verkaufschlager Seroquel aus - und die Generika-Hersteller dürfen ihr Produkt mit einem Warnhinweis weniger verkaufen.

AstraZeneca bangt um die Umsätze seines Verkaufschlagers Seroquel. ap

AstraZeneca bangt um die Umsätze seines Verkaufschlagers Seroquel.

LondonDer britisch-schwedische Pharmahersteller AstraZeneca will in letzter Minute Nachahmer-Konkurrenz für sein Bestseller-Medikament Seroquel verhindern. AstraZeneca geht nach Angaben von Dienstag zu diesem Zweck juristisch gegen die US-Arzneimittelaufsicht FDA vor: Per einstweiliger Verfügung gegen die FDA soll erreicht werden, dass die Behörde bis mindestens 2. Dezember 2012 keine Nachahmer-Produkte für Seroquel zum Verkauf frei gibt. Zumindest jedoch solle das Verbot so lange gelten, bis ein Bundesgericht das Verhalten der Regulierer überprüfen kann.

AstraZeneca beklagt, dass die Generika der Konkurrenz laut FDA keinen Hinweis auf mögliche Risiken tragen müssen, das Original aber sehr wohl. Erst vergangene Woche hatte die FDA einen Antrag von AstraZeneca zurückgewiesen. Die Firma wollte erreichen, dass die Behörde keine Mittel mehr für den Verkauf frei gibt, die diesen Hinweis nicht tragen.

Seroquel ist ein Psychopharmakon, das bei Schizophrenie zum Einsatz kommt - und für AstraZeneca eine besondere Ertragsperle. Allerdings läuft bald der Patentschutz aus. In den USA sollen schon ab dem 26. März Nachahmermittel, so genannte Generika, den Markt schwemmen. AstraZeneca wird dies sofort bei Umsatz und Gewinn spüren. Die Konkurrenz-Präparate sind deutlich preisgünstiger, da für die Firmen keine Forschungs- und Entwicklungskosten anfallen.

Von

rtr

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