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22.02.2014

16:30 Uhr

Geplante Übernahme

Scania-Aktionäre sehen VW-Angebot skeptisch

Europas größter Autobauer will den schwedischen Nutzfahrzeughersteller Scania schlucken. Doch bei zwei institutionellen Aktionären regt sich Widerstand. Sie wollen das Übernahmeangebot noch einmal gründlich überprüfen.

Volkswagen will Scania übernehmen. Doch noch ist der Deal nicht in trockenen Tüchern. Zwei Scania-Aktionäre sträuben sich noch gegen die Übernahme. Reuters

Volkswagen will Scania übernehmen. Doch noch ist der Deal nicht in trockenen Tüchern. Zwei Scania-Aktionäre sträuben sich noch gegen die Übernahme.

StockholmNach der VW-Offerte für die Komplettübernahme seiner Lkw-Tochter Scania regt sich bei einigen Aktionären des schwedischen Nutzfahrzeugherstellers Skepsis. Zwei institutionelle Anleger wollen das 6,7-Milliarden-Euro Angebot der Wolfsburger ablehnen, wie die Zeitung „Dagens Nyheter“ am Samstag berichtete. Eine Vereinigung von privaten Anlegern hingegen begrüßte das Angebot. „Wir haben es aber noch nicht geprüft“, sagte Carl Rosén vom Verband schwedischer Aktionäre dem „Svenska Dagbldadet“.

Scania solle nicht während des laufenden Geschäftszyklus verkauft werden, zitierte „Dagens Nyheter“ etwa den Versicherungs- und Finanzdienstleister Skandia Liv, der zu den größten Anteilseignern gehört. Weitere Aktionäre teilten mit, das Angebot prüfen zu wollen.

Volkswagen will mit seinem Angebot in den Besitz von mehr als 90 Prozent der Aktiengesamtzahl gelangen und plant, Scania am Ende von der Börse zu nehmen. VW ist bereits seit 2000 an Scania beteiligt und hält heute direkt und indirekt insgesamt 89,2 Prozent der Stimmrechte und 62,6 Prozent des Kapitals an dem schwedischen Nutzfahrzeugunternehmen.

Zeitgleich mit den Scania-Plänen vermeldete Europas größter Autobauer am Freitagabend nach einer Sitzung des Aufsichtsrats auch Bestmarken bei Umsatz und Ergebnis und die Verpflichtung des Top-Managers Andreas Renschler, der dem Konkurrenten Daimler den Rücken kehrt. Er wird zum mächtigen neuen Mann im VW-Vorstand.

Volkswagen fuhr vor allem dank seiner jüngsten Marke Porsche auch 2013 eine Rekordbilanz ein: Die Wolfsburger sicherten sich sowohl beim operativen Gewinn als auch beim Umsatz Bestmarken. Dabei halfen vor allem ein starkes Schlussquartal und der Umstand, dass die im Sommer 2012 komplett übernommene schwäbische Sportwagenschmiede 2013 erstmals volle zwölf Monate ihre Bilanzbeiträge beisteuerte. VW-Chef Martin Winterkorn: „Wir haben die für 2013 gesetzten Ziele erreicht und sogar übertroffen.“

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