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04.05.2011

12:12 Uhr

Geringe Nachfrage

Zementfirma Holcim leidet unter Baukonjunktur

Die gedämpfte Baukonjunktur in Europa und den USA hat beim Schweizer Zementkonzern Holcim im ersten Quartal Spuren hinterlassen. Der Umsatz fiel gegenüber dem Vorjahreszeitraum um knapp zwei Prozent.

Die Nachfrage nach Zement stagniert. Quelle: dpa

Die Nachfrage nach Zement stagniert.

ZürichDer Umsatz von Holcim betrug nur noch 4,66 Milliarden Franken (3,65 Milliarden Euro) und verfehlte damit die Erwartungen der Analysten. Diese waren von einem unveränderten Umsatz ausgegangen.

Zudem lasteten steigende Kosten für Rohmaterialien und Energie, die Holcim nicht vollumfänglich auf die Kunden abwälzen konnte, sowie der starke Franken auf den Gewinnen des HeidelbergCement-Konkurrenten. Mit insgesamt zehn Millionen Franken fiel der Konzerngewinn daher deutlich schmaler aus als die von den Analysten vorhergesagten 127 Millionen Franken. Im Vorjahreszeitraum hatte eine einmalige Steuerbelastung Holcim einen Verlust von 68 Millionen Franken beschert. Die Holcim-Aktie verlor an der Schweizer Börse rund vier Prozent. Händler bezeichneten das Ergebnis als durchweg enttäuschend.

Einziger Trost sind die Probleme der Konkurrenz: Zuletzt hatte der mexikanische Konkurrent Cemex wegen der langsamen Erholung in der US-Bauwirtschaft einen Verlust für das erste Quartal gemeldet. Der kleinere deutschen Konkurrent Dyckerhoff konnte im abgelaufenen Quartal zwar den Umsatz deutlich steigern, aufgrund niedrigerer Verkaufspreise sowie höherer Kosten und Steuern sprang unter dem Strich dennoch ein Verlust von 17 Millionen Euro heraus. HeidelbergCement will am Donnerstag die jüngsten Geschäftszahlen bekanntgeben.

Für den Rest des Jahres gab sich Holcim allerdings optimistisch. So geht das Unternehmen von einer Erholung der Bauwirtschaft in den reifen Märkten und Wachstum in den Schwellenländern aus. Zudem sollte die Firma dank einer schlankeren Kostenstruktur in Europa und Nordamerika überdurchschnittlich an der erwarteten konjunkturellen Erholung teilhaben, hieß es weiter.

Von

rtr

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